Bauwageninstandsetzung für den kommenden Winter, oder wie bekommen wir den Ofen zum Laufen?

Grüßt Euch Ihr Lieben,

nach Tagen des Regens heute endlich mal einen Sonnentag erlebt, und sofort ausgenutzt. Viel gibt es noch zu tun, ehe es in diesem Jahr – auch ohne dortige Ernte – auf den Eifel-Familienlandsitz gehen wird.

So habe ich den heutigen Tag, zusammen mit meiner Tochter Natascha genutzt, um am ersten Bauwagen zu arbeiten. (Zwei weitere, ebenso wie eine Jurte, sollen folgen).

Der Bauwagen ist in einem akzeptablen Zustand, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so aussehen mag.

Besonderes Augenmerk gilt jedoch dem Fahr- und Trägergestell, da dieses zwar noch stabil – dennoch aber stark angerostet ist.

Um es später grundieren und zudem mit Hamerit streichen zu können, musste also zunächst der Rost runter.

Hier war meine Kurze noch glücklich. Fragte sich womöglich, was dieses „Werkzeug“ in ihrer Hand bedeuten könne.

Und hier nun das „Altertümchen“, was es galt – wieder „in Schuß zu bringen. Ein Ofen, der nicht zum Kochen geeignet sein sollte, aber zum Heizen sowie warm halten……

Nachdem die neuen Rohre zu Recht gedängelt wurden und verrohrt waren, sah das Ganze schon manierlicher aus. Dabei ist zu bemerken, dass die Fachberatung vom Praktiker völlig am Thema vorbei gegangen schien. Der Verkäufer (allerdings auch der dritte im Bunde, aus dem Obi, hatte da etwas mehr Ahnung und gab mir zudem einen wichtigen Tipp!: Immer die weitergehenden Rohre über die vorhergehenden stülpen.) Dies ist nun auch vom Prinzip gelungen, bis auf die Krümmung unten am Ofen, welche verkehrt herum aufsitzt, jedoch noch mit Spezialband gedichtet wurde. Ein weiteres 10 er Rohr habe ich aus dem Ofen raus getrieben, sodass es von außen zwar immer noch original „Terra cotta“ am Ansatz aussehen mag, sich drinnen aber solider neuer Stahl verbirgt. Müssen also überlegen, ob wir ggf. die untere Krümmung nochmals austauschen.
Ansonsten fehlt noch (eine bestellte) Krümmung für draußen sowie das obligatorische „Hütchen“, was es kaum noch zu kaufen gibt. 😦

Und nun kam die Feuerprobe,..unser erstes Feuer. Würden wir die „grobe“ Erstdichtigkeitsprüfung bestehen?

Ein wenig „Anmachholz“ drauf, gefolgt von 2 Scheiten,…..

Und siehe da,….

auch ohne Außenkrümmung und Abschlusskappe,…es funzt !

Wunderbar und Zeit, um die erste Pause nach verdienter Arbeit ein zu läuten und zu schauen, wie ein Tee schmecken würde. Soll nicht kochbar sein, auf diesem alten Ofen? Wollen wir doch mal testen….leise lächel

Also erst mal ne Weile drüber sinniert, ob dies klappen mag und ob dieser Topf nun wirklich ein geeigneter sein mag. Der Stil musste so verkanntet werden (leitet selber aber quasi keine Wärme), dass in Folge der Topf nicht richtig auf stand (wurde dann später gewechselt)

Jedenfalls sollte immer die Devise lauten:
Geht nicht? Jibet et nit!

Solchermaßen bei mir gelöst, ging es weiter,……

…während meine Kurze – mit der Geduld der Jugend ausgestattet, erwartungsvoll „endlich“ den Tee herbei sehnte…..

also galt es, in bewährter Vater-Manier wieder ein wenig rum zu albern, um meiner Kurzen die Wartezeit mit Lachen zu verkürzen.

Scheint geklappt zu haben. 😀

Und dann kam endlich der erwartete Moment. Hatte der Tee, auch ohne zu kochen, dennoch richtig gezogen und alle Wirkstoffe aufnehmen können aus der Kräuter-Droge?

Da meine Kurze immer noch mit Kichern beschäftigt war, versuchte ich halt, mit 2 Händen – 3 Dinge gleichzeitig zu händeln,…um….

….endlich die erste Bauwagenteetasse genießen zu können, noch in Mitten von Trümmern….. 😉
(Bemerke erst mal, dass selbst ich „füllig“ aussehen mag, wenn ich in 2 Jeans und 3 Pullover gekleidet bin, um die Außentemperaturen feiner weg stecken zu können. lach)

jap,….die Droge, auch Pfefferminz genannt,…ist wunderbar gelungen.

Zufrieden, wenn auch immer noch etwas geschafft, gilt es nun, in Bälde die Pause zu beenden und mit dem nächsten Part – dem Entrosten – zu beginnen…

..und meine Kurze hält es „schlicht“ für nen Witz,….dass gleich weiter malocht werden muss, und dass schöne Wetter genutzt werden sollte…

jap, noch bekommt sie sich kaum ein und schmunzelt noch immer.

Hat der Tee nicht eine herrlich dunkle Farbe angenommen? Schmeckt köstlich.

..tjap,….aber nichts zum Trotz. Auch die Jugend wird von der realen Wirklichkeit wieder abgeholt….oder auch eingeholt…..

go….worker go….. 😉

aber auch mir „alten Waldschrat“ mochte es nicht besser ergehen. schließlich hieß es für mich,…auf den Boden zu liegen und mich in die Reiher der selbst verpflichtenden Workers für eine friedlichere Welt einzureihen….

und so sah ich dann aus der anderen Perspektive aus. Dass bei so ner Haltung sich dann die Handgelenke noch in Erinnerung rufen würden, war klar,…

aber verzagen galt nicht…….

Fortsetzung folgt….

Namaste

3 Kommentare

  1. Hey Josef sieht doch schon mal ganz Gut aus 🙂 Schön auch das deine kleine dir schön hilft den die meisten Jugendlichen aber lassen wir das 😉 Schön das es geklappt habt und der erste Tee gut geschmeckt hat, melde mich mal am Wochenende wegen ne Patenschaft sehen mal was wir da machen können bzw was ich machen kann. So hoffe du kommst gut und zügig weiter wünsche euch noch einen Schönen Tag und ein Nasenstubser von meiner Lexa bis dann 🙂

    1. Wow, was ein feiner Kommentar mitten in der Nacht. Merci. Jap, heute wird weiter geschliffen…es wird schon voran gehen…..freu mich drauf, wenn wir am Wochenende quatschen mögen…bis dahin alles Gute und feine. Und jap, meine Kurze ist voll dabei und steht für die Mit-wesen wie ne eins…..könnte mir keine andere Tochter vorstellen mögen….
      Namaste
      Josef

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