Chris Moser

Um aktiv für Menschen- wie auch Tierrechte zu bewegen, könntest du ‚Ä’ndern ‚l’eben.

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Was kann ich schon tun oder was sollte ich schon ändern können?, fragen mich oftmals Menschen, welche zwar unzufrieden mit den vorherrschenden Gegebenheiten sind, dennoch aber kaum aus den konditionierten Verhaltensmustern Auswege sehen.

Das Gute vorab:
„Auch Rom wurde nicht an einem Tag nieder gebrannt“
*Jutta Schade

Somit wirst du kaum in der Lage sein, dein Leben von einer Sekunde auf die andere sofort und zur Gänze ändern zu können.

Das Bild mit dem geschlachteten Tier mag dich verstören und bewegen, Fleischlos leben zu wollen.

Das Bild der Raucherlunge könnte dich schockieren bei der Vorstellung, es könnte deine sein und du drückst im festen Vorsatz deine „letzte“ Kippe aus….

Vorsätze sind wichtig, wie wir jedes Jahr in der Neujahrsnacht fest stellen.
Nur, wie lange halten sie meist an?
Bi(ß) zum nächsten Burger oder der nächsten Fluppe, abhängige Konsumzombies, die wir sind.

Ich selber bin nun 44 Jahre alt. Die meiste Zeit meines bisherigen Lebens habe auch ich mich durch Tierleid und Tierausnutzung ernährt und gekleidet.
Halt der Typ mit schwarzer Kreditkarte, Golfbag und nem Shirt auf dem stand:“Fleisch ist mein Gemüse“.

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Dabei war ich durchaus empathisch und hatte stetts ein offenes Ohr und eine helfende Hand für Menschen, denen es weniger gut ging oder sorgte für gestrandeten Katzen, Igeln oder auch sonstige Mitwesen.

Heute sehe ich die Welt mit anderen Augen. Zwar politisch immer noch der Anarchistischen Ideologie verbunden, habe ich längst erkannt, dass die Freiheit zum Leben nicht nur jedem Menschen zustehen mag, sondern ebenso jedem Nichtmenschlichen Tier.

„Fleisch war mein Gemüse“, trift es nun.
Und wie Jutta einst vor Jahren trefflich in einem anderen Zusammenhang bemerkte, ist „Rom nun eben auch nicht an nur einem Tag nieder gebrannt“.

Mein „Rom“ brannte Jahrzehntelang, ehe ein „Garten Eden“ entstand. Und dies, obwohl auch ich früher durchaus wusste, dass weder Schnitzel in Zelluphan ran wuchs noch Kälber glücklich sein könnten, wenn man ihnen ihre Muttermilch für meinen Joghurt stahl.

Auch ich lernte erst allmählich, dass die Sache mit dem Vorsätze fassen nicht immer zwangsweise von Erfolg gekrönt sein mochte. Zumindest bei mir nicht.
So rauche ich heute immer noch wie ein Schlot, allerdings Tierleidfrei (Yuma, Pepe, Red Bull, Manitou).
Und auch sonst habe ich der Tierausnutzungsindustrie den Rücken zu gekehrt.

Vom Bankster, der gleichzeitig Streicheltierschützer war, über Tierschutz hin zum Tierrecht bis ich dann in meiner Welt, dem Artenschutz angekommen bin, welche auch Tierbefreiung und Jagdstöraktionen einschließt, habe ich also einiges erleben müssen und erkennen können.

Johann Wolfgang v. Goethes Worte:“Ich bin ein Mensch, nichts menschliches ist mir fremd“ sind mir erst im Laufe der Jahre bewusster geworden.
Denn um zu verstehen, bedarf es nicht nur eines wachen Verstandes. Herz gehört zudem dazu.

Seitdem ich zudem in die ungeschriebene Kaste der Aussteiger wechselte, gelte ich für viele Mitmenschen seitdem als radikal, zumindest in der Art, wie ich lebe.
Dieses von mir selbst gewählte Leben hat mir zwar Konsumverzicht auferlegt, gleichzeitig aber viel mehr geschenkt. Allen voran eine Qualitätssteigerung meiner Lebenszeit.
Denn wer weniger Zeit in der Lohnarbeit verbringen muss, hat mehr Zeit zum Schauen, Überlegen und auch Handeln.

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(eigentlich selbst erklärend. Kleider Bauer?, würde ich im Leben nicht einkaufen….)

Radikal bin ich für mich in der Konsequenz, wie ich nun lebe, nachdem ich erkannt habe, wie sehr ich ehemals speziistisch handelte.

Denn wer sein Unrecht erkannt hat, sollte sein Handeln ändern oder besser einfach die „Klappe halten“.
Damit bin ich weder ein Gutmensch, geschweige denn ‚besser noch schlechter‘ wie die meisten Mitmenschen.
Wie kann ich also einem Omnivoren militant gegenüber auftreten, wenn ich selber weder als Veganer geboren wurde und zudem recht lange brauchte, um mein Ändern zu leben?
Die einzige Möglichkeit, welche mir bleibt, ist durch Offenheit überzeugen zu können.

Ein wenig erinnert mich die ständig zerstrittende Tiersch(m)utzscene an des Deutschen liebste Stammtischparolen derzeit.

Obwohl kaum jemand sich je für Politikunterricht interessierte, ist heute jedermann Politikexperte und versucht sich gar, nicht nur für seinen eigenen Standpunkt zu werben sondern den „politischen Gegner“ gleichermassen zu diskreditieren.

Da versteifen sich gar manche „Loreys“ sogar dazu, mich einen „Antisemiten und Faschisten“ zu nennen und beschimpfen mich im nächsten Satz als „Putler“.

Auslösender Grund war, dass ich den Genozid in der Massentierhaltung als KZ ãhnliche Methodung zitierte.

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(Bürgerbewegung AFP Team Nürnberg zeigt Solidarität zu Österreichs Aktivisten bei der Bestreikung von Kleider Bauer. Denn ob Pelz von rumänischen Streunertieren oder Nerzfarmen verwandt wird. Tiermord bleibt Tiermord.)

Derzeit laufen die Montagsdemos an. Sie dienen dem Ziel, Parteilos für einen Weltfrieden zu werben.
That s all.
Weltfrieden ist ne schlüssige und gute Sache. Leuchtet jedem ein, egal ob man politisch eher links oder rechts  wählen mag oder gar seine Stimme eher einer un-sozialen oder un-christlichen Partei zur Urne tragen möchte.
Weltfrieden wünschen sich Homos wie Heten und selbst Omnivoren wie Veganer ebenso gleichermassen.

Eine Bewegung, welche immerhin so rasant an Fahrt aufnahm, dass nahezu alle öffentlichen Webcams zu den Montagsdemozeiten abgeschaltet wurden und die Presse bislang kaum dazu berichtete.

Mutti hat damit sicherlich kein Problem, denn selbst Erdocan’s Abschaltung von Twitter oder YouTube wertete sie noch lange nicht als Zensur.

Willkommen in der Dikta,..ehem Demokratie 2.0

Nun streiten sich aber die Geister im world wide web, zumindest im deutschen, über die politische Ausrichtung der Montagsdemos. Es werden Redner kritisiert und als Nazis bezeichnet, die Bürgerbewegung gleich als Neu-rechts versucht zu brandmarken.

Jutta Ditfurth, ehemals Gründungsmitglied der Grünen, zeichnet sich dabei mit rigorosem blocken (mein T9 wollte soeben blöcken tippen)  und virtuellem Kaltstellen von Kritikern im besonderen Masse aus.

Jutta Ditfurth und ihre Meinung zu Elsässer, Ken Jebsen oder Lars M.

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Teile der Antifa oder womöglich Trolle springen dabei mit auf den Zug und auch der Spiegelfechter (immerhin ne halbe Million Leser) distanziert sich zu den „neurechten“ Montagsdemos.
“ Ich hatte einen Artikel geschrieben, der sich mit Ihnen und Ken Jebsen und Jürgen Elsässer beschäftigt hat. Es ging um die von Ihnen initiierten Montags-Demos. Sie haben mir daraufhin juristische Schritte angedroht.“

Offener Brief an Lars Mährholz (Initiator der Montags-Demos 2014)

Der Elsässer kontert ebenso wenig Gentlemanlike und bezeichnet Frau Ditfurth als “ Jutta Ditfurth, die Schreckschraube der Antifa“.

Jutta Ditfurth die Schreckschraube der Antifa

Zwischendrin der deutsche Michel und Lorey, welche doch eigentlich nur für den Weltfrieden demonstrieren wollen ohne gleich Politik studieren zu sollen.

Ihnen scheint es egal zu sein, aus der bürgerlichen Mitte heraus auch neben linken, rechten, Immigranten, Moslems, Christen, Juden, Homos, Heten etc….  MENSCHEN zu stehen, um gemeinsam für Frieden zu demonstrieren.
Die Gefahr, bei all diesen Quirelen den „Farbfilm zu vergessen“ dürfte kaum von der Hand zu weisen sein.

Dazu schrieb ich auf dem Fratzenbuch:
“ Zusammen friedlich für den Frieden stehen, füreinander einstehen….. Da mögen uns die Webcams an gleicher Stelle in Berlin leere Plätze zeigen. Die Menschen waren dennoch da und werden immer mehr.
Ein tolles Bild.

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Originalbild zu sehen:

Für Frieden stehen in Berlin….

Patrick Thieme > AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT! F Bei Wind und Wetter. Wir stehen zusammen! Fotos von Patrick Thiemes Beitrag in AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT! F

Und letztlich finde ich es zwar betrüblich, dass alle möglichen Strömungen die Montagsdemos nieder zu reden versuchen,…es ãndert aber nichts daran, dass die Mitmenschen sich verstärkt sammeln, um politisch, dennoch ohne Parteiideologie, für den weltweiten Frieden einzustehen.
Namasté“

(Würde ich mich einfach in eine Denkschablonenschublade pressen lassen, wäre meine politische Ausrichtung klar links, aber für eine Bürgerfriedensdemo völlig unerheblich.)

Eine solche spaltende Friedensbewegung ist letztlich Wasser auf den Mühlen eines Kriegstreiberischen „sozial?-demokratischen?“ Erzengels wie seiner „christlichen?-demokratischen?“ Mutti, werden Sie doch so auch weiterhin an der Bürger Wünsche vorbei „schalten und walten“ können.

Auch zum Wohle der Tierausnutzungsindustrie sowie der GMO und Pharmakonzerne.

Das „teile und herrsche“ Prinzip funktioniert also auch 2014 immer noch so erfolgreich wie zur Römerzeit.

Wollen wir dies, welche wir uns dem Tierschutz, den Tierrechten oder auch der Tierbefreiung gewidmet haben, sehenden Auges mit uns geschehen lassen?

Ist es uns wirklich bewusst, dass jeder virtuelle Kleinkrieg zwischen Tierschutzorgas letztlich unseren Mitwesen mehr schadet wie nutzt?!

Denn auch bei FB wüten die Orga-Ideologen und schleusen Spione gegenseitig in die entsprechenden FB Gruppen. Es werden geheime Gruppen und Aktionsgruppen von Gruppen gegründet und keine Orga ist der anderen wohl gesonnen.

Unseren Mitwesen ist es egal, welche Orga oder welcher Held Sie rettet. Sie haben viel größere und extentiellere Sorgen, wie die Befindlichkeiten mancher Menschen.
Kriege zwischen Tierrechtlern und Tierschützern kosten ihre Leben. Und dies stündlich. Mit jedem sinnentleerten Kommentar mehr, der im Fratzenbuch aus ideologischen Gründen oder aus Häme/Unzufriedenheit geschrieben wird, statt aktiv etwas zu ihren Gunsten zu ver-ändern.

Ändern leben“ sollte somit unsere Devise werden.
Und dies schließt jedermann ein, welcher sich entschließt, sich für eine antispeziistische Welt einsetzen zu wollen.

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(Auch der Verein „Gegen Haus- und Wildtiermord e.V.“ zeigt seine Solidarität zu österreichischen Aktivisten bei der Bestreikung von Kleider Bauer. Denn ob der Pelz von Wildtieren oder Nerzfarmen stammt, Tiermord bleibt Tiermord.)

Wenn dabei ein Mitmensch noch am Anfang seines Handelns steht, ist es an uns, diesen nicht zu bevormunden oder zu „beklugscheissen“. Auch Hähme und Hass können kein „Ändern (er) leben“ machen.
Dies schaft nur die Liebe und Freundlichkeit zueinander.

Ein Mensch muss zunächst die Tierausnutzungsindustrie verstehen lernen, um zu entscheiden, dass er die Welt dennoch allein durch sein Handeln positiv verändern kann.
Verstehen heisst dabei ebenso, dies auch erfühlen zu können, denn allein das durch die täglichen Medien abgestumpften Ratio wird dazu nicht ausreichen.

Um unseren Mitmenschen die offene Hand als Hilfe reichen zu können, ist ein reales „zwischen-menschliches“ Gespräch einer Tastaturkampfdiskussion stets vorzuziehen, nimmt man bei einem realen Gespräch doch auch seine übrigen Sinne zu Hilfe, statt sich nur dem Diskussionsratio oder irgendwelchen Bildchen unterzuordnen.

Menschen „ver-Ändern leben“ niemals ausschließlich allein  durch rationelle Beweggründe, auch nicht Bioroboter des 21. Jahrhunderts.
Menschen entscheiden durch einen Mix all ihrer Sinne und Wahrnehmungen, auch wenn die jeweilige Gewichtung unterschiedlich sein kann.

So ziemlich jeder Mensch dürfte beim realen Anblick eines spielenden Kälbchens oder Schweines ein frohes Gefühl erfahren. Allein aus diesem Grund sehen die meisten Menschen keine „Nutztiere“ mehr, ausgenommen als anomysiertes und glorifiziertes Stück Fleisch im Discounter.
Ansprache dort lediglich an das Ratio und den Gaumen.

Es liegt also an uns, unsere Mitmenschen zu sensibilisieren für unsere Nichtmenschlichen Tiere.
Dies kann durch Schockbilder ebenso wie durch Wohlfühlbilder geschehen, mit oder auch ohne Blut.
Vor allen Dingen aber eben nur im persönlichem Gespräch. In sogenannten Zwischenmenschlichen Gesprächen.

Warum verbringen wir also so viel Zeit an unseren Handys und Computern, statt im wirklichen Leben?
Warum riechen und berühren oder beobachten wir nicht einfach nur unsere Mitwesen?
Warum gehen wir nicht zu ihnen, wenn die Tierausbeuterindustrie sie vor unseren Augen weg schliesst und jene Mitwesen sich nicht zu uns bewegen können?

Wirklich nur aus Bequemlichkeit, Rohheit oder der eigenen Ohnmacht „alleine nichts ändern“ zu können?

Warum sind Millionen Menschen nicht in der Lage, wenigstens mal einen Euro wöchentlich in nen Blog oder Tierheimähnliche Einrichtung zu spenden oder dem ersten Bettler am Tag in seinen Becher zu werfen, während der Heiermann für ne Packung Kippen ebenso wie die drei Euro für nen Latto Macchiato stets drin sind?

Ich selber lebe meist von der Hand in den Mund. Dennoch schaffe selbst ich es, zuweilen einem Mitmenschen nen Euro in seinen Becher zu werfen oder nem Schnorrer eine meiner wenigen Kippen geben zu dürfen. Ein schönes Gefühl, welches stets zwei Menschen glücklich dabei macht.
Wenn ich dabei dann hinterfragen würde, warum der Mensch nen Pappbecher vor sich hält oder gar Missbrauch unterstelle, gebe ich in der Konsequenz wohl eher nichts….und trinke nen Latte mehr?

Wenn ich nie real und konkret einem Tier helfe oder nie real die Qualen der Tiere in Mastanlagen erlebe, kann ich das Glück meines Mitwesens nicht wirklich erspüren, wenn ihm geholfen wird.

Somit kann ich als Mensch selber nicht wirklich Glück erfahren, denn dies wird alle Menschen erst dann erfassen, wenn auch alle Nichtmenschlichen Tiere Glück erleben dürfen.

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Was kann ich also tun, um spürbar die Welt für alle Spezien positiv verändern zu können, wenn ich noch nicht in der Lage bin, Ernährung oder Kleidungsgewohnheiten zu überdenken?

Ich kann mich Mahnwachen, Demos und  Infoständen solidarisch anschließen, oftmals auch ohne erhöhten Aufwand.
Warum im Urlaub mal anstatt in die 5. Kabarettvorstellumg nicht einfach mal zu ner regional stattfindenden Demo/Infoveranstaltung gehen? 
Einen Fleyer anzunehmen, sich in einem Gespräch zu informieren, schadet sicherlich wenig, kann aber die eigene Sichtweise beträchtlich verändern helfen.

Oder wie ich im Buch „Von Echsen und Menschen“ schrieb: >>so langsam dämmerte es mir, dass womöglich genau jene kleine Gruppe von Tierschützern an der Domplatte genau jene Freaks waren, die wir Menschheit brauchten, um wieder heil werden zu können.

Von Echsen und Menschen (Josef E. Weeke)

Wenn ich 14 Tage Urlaub in Österreich, Italien oder auch Spanien mache…..was hält mich dann eigentlich ab, stressfrei mal für zwei Stunden zu einer Auslandsveranstaltung zu gehen, um ein solidarisches Zeichen für unsere Mitwesen zu setzen?
Den Aktivisten vor Ort tut dies Zeichen der Solidarität gut. Ebenso wächst schlagartig die Teilnahme an Demos, was den Druck auf die Politik und Tierausnutzungsindustrie erhöht wie auch die Medien zur Berichterstattung bringen wird.
Ein immer noch langer Weg, aber auch „der längste Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt“.

Natukra hat nun eine FB Gruppe zur Koordinierung von regelmäßig stattfindenden Tierechtsveranstaltungen wie auch gelegentlichen Tierschutzveranstaltungen bei FB ins Leben gerufen.
Diese Gruppe wird a l l e n Tierschützern offen stehen.
Da ich ausschließlich vom Handy aus blogge und surfe, brauchen wir Admins, welche womöglich Mehrsprachig sind. Schliesslich sollen auch VA Dokumente in Englisch, Französisch oder Spanisch zur Verfügung stellen.
Warum nicht auch in Rumänisch, Polnisch oder gar auch Hebräisch?
Die Gruppe ist also „flatschneu“ und kann nur ein „Zentral FB Demoregister für Tierrechte“ werden, wenn ihr Orgaunabhängig beitretet und zudem zu dieser neutralen Gruppe einladet.

Zentrales Tierschutzdemoregister FB (ZTD)

Die Gruppe ist transparent. Ebenso hat jeder Veranstalter die Möglichkeit, seine Demo/Va/Infostand dort vorstellen zu können.

Ausnahmen bleiben hierbei VA von Zoophilisten wie auch Jägern, da beide Arten der „Tierliebe“ absolut unvereinbar mit den Zielen Natukras sind.

Die Gruppe wird informativ und sachlich geführt. Diskussionen zur jeweiligen VA können in Kommentarform in dem jeweiligen Threath geführt werden. Doppelpost werden gelöscht. Ebenso Trolle der Gruppe verwiesen.
Nutzer, welche einen Admin geblockt halten, werden ebenso der Gruppe verwiesen, da die Admins rechtlich auch für die Kommentare der User einstehen müssen. Können sie diese aber nicht sehen, ist das ganze schwierig.

Sobald die Gruppe eine ansehnliche Mitgliedergrösse erreicht haben mag und ein Adminteam sich zusammen gefunden hat, werde ich mich weitgehend aus dieser Gruppe wieder zurück ziehen,…wie gesagt. Handyuser und Denkanstosslieferer, kaum Möglichkeit zur breiteren Datenpflege.

Letztlich bleibe ich trotz einiger kennen gelernter Betonköpfe ein Optimist und glaube zutiefst daran, dass wir in Einigkeit wesentlich mehr erreichen können.
Unnötige Ressourcen an Fakeaccounts und Trolle verschwende ich nicht mehr.

„Einigkeit und Recht und Freiheit, sind des Tieres Unterpfand.“

Es stimmt. Rom wurde nicht an einem Tag nieder gebrannt. Damit es aber endlich niederbrennen wird und wir eine liebenswertere Welt für alle Spezien wieder errichten können, müssen wir an möglichst vielen Orten die brennenden Lunten anhalten, damit Ändern leben möglich werden mag.

Sei dabei und gebe allen Tieren (menschlich oder nichtmenschlicher Art) deine Stimme.
Orgaunabhängig und dennoch deine Orga repräsentierend.
Wer Zeit und Engagement auch für ein Adminamt mitbringen mag oder sich für die Aktualisierung von Demodateien in Fremdsprachen zur Verfügung stellen möchte, mag mich gerne bei FB anschreiben unter:

https://facebook.com/josef.weeke

Lasst uns die „Zentrale Tierschutz Demodatenbank FB“ mit Leben füllen.

Namasté
Josef E. Weeke

Tippfehler bitte ich auf Grund der vorgerückten Stunde sowie einem schizophrenen T9 nach zu sehen, ist über nen Handy weiterhin nicht wirklich einfach….

Teilen dieses Blogs wie auch Beitritt zur Gruppe ist gern gesehen und gewünscht.
Lasst uns der Tierausbeuterindustrie unsere Finger der Liebe zeigen…..leise lächel.

Zentrales Tierschutzdemoregister FB (ZTD)

Empfohlene Seiten/Homepages/Gruppen:

Gegen Haus- und Wildtiermord e.V.

FB Seite: Gegen Haus- und Wildtiermord e.V.

FB Gruppe: Aktion Fair Play Nürnberg

radikalkunst – Chris Moser –

Einigkeit im Tierschutz/Tierrecht/Tierbefreiung wird eine Schlüsselstellung zukommen, Vorabinfo zu einem weiteren „Natukra-„Projekt.

Warum es mir ein Anliegen war, Chris Moser und seine Mitstreiter in Innsbruck beim Infostand vor Kleider Bauer, nem „Pelzverkäufer“ solidarisch zu unterstützen,…. und was mir dabei für ne Idee eingefallen ist, berichte ich die Tage nebst einer Menge Fotomaterial im Natukrablog.

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Auch in diesem Blogbeitrag wird es dann zu dem Thema „Einigkeit im Tierschutz“ gehen.

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Warum Einigkeit eine Schlüsselstellung im Tierrecht hat, kannst Du am Beispiel der Zoophilie (Tierficker) hier nachlesen…..:

Warum „Einigkeit“ eine Schlüsselstellung im Tierschutz inne hält, am Beispiel der Zoophilie (T6 =Tierficker)

Blog kann als Zeichen der Solidarität gerne geteilt werden.

Meine neue FB-Seite findest du hier:

Seite: Josef E. Weeke

Freue mich auch dort über dein „Gefällt mir“, da ich meine diversen FB-Seitenkommunikation nebst
FB-Gruppenaktivitäten mehr und mehr dort bündeln werde, wie ebenso auf dem Natukrablog.

Ich selber habe die Österreichischen Tierrechtler sowohl in meiner Eigenschaft als Natukravorstand wie auch als Mitglied des Vereines „Gegen Haus- und Wildtiermord e.V.“ solidarisch unterstützt.

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Ebenso bin ich auf der Suche nach Fremdsprachlern, welche ehrenamtlich mit uns ein FB Tierschutzprojekt begleiten wollen. Bei Interesse bitte eine PN an mich senden.

Du erreichst mich dabei hier:

Josef E. Weeke, FB Profil

Namasté

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Chris Moser, Interview mit einem Revolutionär in der Tierrechtsbewegung und seiner radikalen Kunst. Über den Mut, wegen seines Kampfes für Tierrechte, Staatsterror zu trotzen.

Chris Moser oder von der Kunst „Widerstand zu leisten“ bis hin zur ‚radikalkunst‘.

Wir freuen uns, eine engagierte Person der österreichischen Tierrechtsbewegung bei uns zum Interview zu haben und begrüssen Chris Moser.
Chris, Aktivist in der österreichischen Tierrechtsscene und Künstler der besonderen Art war mehrfach für seinen Einsatz für unsere tierischen Mitwesen von Polizeirepression und Festnahmen betroffen und somit starkem Druck seitens der österreichischen Strafverfolgungsbehörden ausgesetzt. Die sogenannte „Tierschutzcausa“ hat weit über die Landesgrenzen Österreichs Wellen geschlagen und sollte auch uns in Deutschland zu denken gehen.
Nicht ohne Grund fangen auch hier derzeit die Polizeikräfte verstärkt an, Übungen gegen Tierschützer abzuhalten.

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http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_51047519

Doch nun genug der einleitenden Worte.

Josef: Grüß dich Chris.

Chris: Hallo Josef, freut mich sehr!

Josef:
Zunächst lieben Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.

Chris:
Sehr gern, ich bin gespannt auf deine fragen.

Josef:
Als Vorstand der Naturkrafttreuhandstiftung erlebe auch ich tagtäglich die empathielose Verhaltensweisen vieler Mitmenschen zum Schaden unserer Mitwesen. So empfinde ich unser Vorgehen, aktiv zu handeln – auch durch kontroverse Vorlebebeispiele – einen ebenso gangbaren Weg auf das Leid unserer Mitwesen aufmerksam zu machen, wie auch den Weg zu wählen, mittels radikaler Kunst oder Aktionen auf das durch speziesistischen Genozid verursachte Unrecht deutlich hinzuweisen. Chris, du gehst beide Wege. So wie du Aktionen gegen das Tierleid initiierst und durchführst, schaffst du zudem auch Kunstwerke, welche durch ihr radikales Erscheinungsbild polarisieren und aufklären. Kunstwerke ohne Weichspüler, welche anklagen und trotz allen Leides erahnen lassen, welche tiefe Liebe du zu Mensch und Tier empfindest.

Dies lebst du sehr konsequent und hast dich auch durch staatlichen Terror nicht brechen lassen. Selten genug in dieser von Konsum und Oberflächlichkeit geprägten Welt und nötigt mir daher tiefen Respekt ab.

Chris: Oh, vielen Dank : )

Auf deiner Internetseite

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( http://www.radikalkunst.net )
finden sich viele Werke, welche zum Denken und nicht einfach nur Nachdenken anregen. Dort schreibst du zwar, dass Kunst nicht selbstverständlich kritisch, politisch, revolutionär oder radikal sein muss, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Kunstwerke welche nicht auf dem emanzipatorischen Grundgedanken aufbauen, lediglich dekorativer Natur sind, welche der Zerstreuung dienen.

Aus deiner antikapitalistischen, antirassistischen und vor allen Dingen auch antispeziesistischen Überzeugung machst du dabei keinen Hehl. Frei nach dem Sprichwort:
„Ein Chris – ein Wort“

Nun Chris. Ich habe mir einige deiner eindrucksvollen Kunstwerke angeschaut. Im Gegensatz zu uns Artenschützern oder Tierrechtlern dürften sicherlich viele gewöhnliche Kunst-Konsumenten womöglich verstört auf einige Werke reagieren.

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Wen möchtest du letztlich also durch deine Werke erreichen und warum hast du bewusst den Weg gewählt, „Kunst radikal zu erschaffen“?

Chris:
ich begann ja meinen weg in der kunst als graffitysprayer und arbeitete dann auch in weiter folge plastisch im „öffentlichen raum“ mit diversen politisch/künstlerischen installationen… – erreichen wollte ich also eigentlich schon immer „alle“, wenn mensch das so sagen will; das ist natürlich auf der strasse einfacher als beispielsweise in einer galerie oder dem tiroler landesmuseum (lacht); dennoch war mir schon früh klar, dass ich hier – wie sooft- einen spagat wagen werde.

einen spagat zwischen ausschliesslichem kunstpuplikum wie eben in galerien üblich und den leuten auf der strasse. Die streetartsache hatte sich, nachdem ich nach intensiven graffityaktivismus behördlich ausgeforscht wurde, natürlich erledigt. – sodass meine werke mit der zeit immer mehr ausschliesslich in galerien gezeigt wurden. dennoch achte ich sehr darauf, dass das nicht der einzige berührungspunkt für meine arbeit wird. So präsentiere ich meine arbeit auch immer wieder im rahmen politischer  veranstaltungen und kongresse (z.b. tierrechtskongresse wien;
http:// www.tierrechtskongress.at/2011/programm.php#kunst,
oder dem demokratiekongress in innsbruck), und gleichermassen eben auch im galeriebetrieb, oder beispielsweise 2009 wie angesprochen sogar im tiroler landesmusem.

den begriff „radikalkunst“ kreierte ich vor vielen jahren in erster linie um mich von der breiten masse der unpolitischen kunstschaffenden und deren arbeit abzugrenzen.

ich sehe eine klare verantwortung der kunst, sich den gängigen lebensverachtenden strukturen keinesfalls unterzuordnen oder diese stillschweigend zu unterstützen; ich sehe die verantwortung der kunst unbeirrt und radikal missstände zu thematisieren, zu demastkieren und so einen revolutionären beitrag zu leisten.

ein kurzer blick in die kunstgeschichte zeigt, dass es lange zeit gar nicht so unüblich war, dass sich auch und gerade Künstler_Innen in ihrem werk politisch äusserten, und so die politischen prozesse ihrer zeit merkbar mitgestalteten. …natürlich zog das oftmals repression gegen die Künstler_Innen nach sich.

auch das ist bis heute so geblieben….. neben meiner künstlerischen arbeit und der ausstellunstellungstätigkeit sowie meinem politischen aktivismus auf der strasse werde ich in letzter zeit auch sehr viel zu lesungen aus meinen nunmehr zwei büchern geladen („die kunst widerstand zu leisten, 2012; kyrene literaturverlag und „m.E“ (meines erachtens), 2013, ebenfalls im kyreneverlag erschienen), eine weitere möglichkeit, meine ideen und Sichtweisen zu verbreiten.

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Josef:
Nun Chris, eines meiner Lieblingszitate, nach dem ich lebe, stammt von Brecht und lautet: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“. Jedem Aktivisten dürften diese Worte als Maxime gelten, seinem innerem Feuer folgend in dem Kampf, Ungerechtigkeiten abzuschaffen. Und gerade im Bezug auf unsere tierischen Brüder und Schwestern scheinen die Ungerechtigkeiten und Greuel, welchen wir Spezie Ihnen antun, kein Ende zu nehmen. Sie reichen von Zwangsbesamungen beim Mastvieh über die generelle Haltung von Nutztieren bis hin zur ihr barbarischen Schlachtung. Ebenso sehen wir die Greuel bei dem Krieg in Wald und Flur, der zum Begriff Jagd romantisiert wird, bei den Pelztierfarmen oder den Abermilionen sinnlosen Tierversuche. Ganz zu schweigen von dem sexuellen Missbrauch an Tieren, welcher weltweit praktiziert werden und bei uns in Deutschland nun geschätzte 60.000 „Menschen“ direkt praktizieren oder über Tierpornographisches Material konsumieren. Es gäbe noch unzählige Greuel aufzuzählen, dies mag aber reichen, um zu zeigen, dass die Welt scheinbar zu einem empathielosen Irrenhaus verkommt.

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Solchen Greuel stemmst Du dich mit aller Kraft entgegen, ebenso wie viele andere österreichische oder deutsche Tierrechtler. Somit werden wir zunehmend mehr zum Sand im Getriebe einer durch Wirtschhaftsinteressen forcierten Realpolitik bar jeder Menschlichkeit.

In der Knüste war ich einigen staatlichen Repressalien ausgesetzt. Ob ein Rollkomando vor der Bauwagentür stand oder Behörden uns mit Verfahren zuschütteten. Stetts erinnerten mich die Worte Brechts an meine Aufgabe und gaben mir Kraft.

Verglichen allerdings mit dem, was dir bereits mehrfach wiederfahren ist, erscheint dies dann wie ein Kindergeburtstag. Ich möchte aus einer Beschreibung deines Buches „Die Kunst, Widerstand zu leisten“ zitieren:

„Chris Moser wird von diesem Machwerk an SOKOs, Paragraphen und politischem Filz aus heiterem Himmel getroffen, als man ihm vor den Augen seiner Kinder Handschellen anlegt und ihm das Haus auf den Kopf stellt. Es folgt eine dreimonatige Untersuchungshaft zuerst in Innsbruck, später in Wiener Neustadt.“

Magst Du mir erzählen, wie du diesen ersten handfesten Zugriff und deine Inhaftierung erlebt hast und vor allen Dingen auch, wie du ihn verarbeiten konntest?Zu diesem Zeitpunkt konntest du ja noch nicht ahnen, dass weitere Durchsuchungen und Festnahmen folgen würden.

Braucht es da nicht mehr wie nur ein brennendes Feuer tief in dir?

Chris:
du zitierst ja oben aus einer rezension meines ersten buches „die kunst widerstand zu leisten“ (kyrene 2012), darin beschreibe ich die hausdurchsuchung, festnahme und gefängnis sehr detailiert….

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– das ist in wenigen sätzen sehr schwer.

am 21. mai 2008 um etwa viertel vor 6 in der früh fand der „zugriff“ (polizeijargon) auf unser haus statt, in dem ich zusammen mit unseren 3 kids und meiner frau karin lebe.

8 bewaffnete polizisten durchsuchten jeden winkel unseres wohnbereichs nach „beweisen“ für meine rolle als „einer der hauptakteure der militanten tierrechtsszene in österreich“ (zitat: polizeibericht).

dabei wurden z.b. auch die kinderzimmer durchsucht und dinge zerstört. konkret belastendes wurde zwar in der mehr als fünf stunden andauernden hausdurchsuchung nicht gefunden, aber danach wurde ich verhaftet und ins gefängnis überstellt.

im verdacht ein führendes mitglied der österreichischen ALF zu sein wurde ich beschuldigt, z.b. an buttersäureanschlägen, brandanschlägen und tierbefreiungen beteiligt gewesen zu sein.

österreichweit wurden an dem tag 10 aktivist_Innen gefangengenommen. – es folgte eine knapp 3 monatige gefangenschaft, zuerst in der JVA innsbruck/völs, danach in der JVA wiener neustadt. ich sah in den 3 monaten gefangenschaft meine frau und unsere 3 kinder nur alle 2 wochen für ein 30 min. gespräch hinter einer sicherheitsscheibe.

das gespräch fand durch ein überwachtes telefon statt. …wie gesagt, was da in mir und uns vorgegangen ist, bei dem gedanken noch immer vorgeht, füllt mein erstes buch.

nach knapp 3 monaten wurde ich freigelassen, und danach folge ein 14 monatiger gerichtsprozess im schwurgerichtssaal wiener neustadt.
insg. 13 tierrechtsaktivist_Innen waren in dem prozess als beschuldigte angeklagt. –

am 2 mai 2011 wurde ich in allen punkten freigesprochen. mit dem freispruch, nahm ich mein leben da wieder auf, wo es uns am 12. mail 2008 von der polizei zerstört worden ist. als familienvater, ehemann, künstler und betreuer an unserem schulprojekt.

ich ging wieder meiner lohnarbeit als restaurator nach und setzte auch meinen aktivismus, was tierrechte und menschenrechte betrifft fort. 

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(besetzung/polizeiräumung landwirtschaftministerium; wien; 2011, foto: Alexander Kasztler)

seitdem wurde ich schon wieder 3 mal festgenommen…. ja, sowas wie ein brennendes feuer in mir, wie du schreibst wird da bestimmt sein; und bisher lodert es trotz allem so heiss wie seit jeher! – oft habe ich das gefühl, durch all das was uns angetan wurde, brennt das feuer oft sogar noch heisser!

Josef:
Nun Chris. Ich kann mir vorstellen, dass für jemanden wie dich, der sich sowohl für Menschen- wie auch Tierrechte einsetzt,  deine Verhaftung ein in mehrfacher Hinsicht schmerzhafter und traumatisierender Eingriff gewesen sein muss.
Wenn ich mir beispielsweise folgendes Kunstwerk von dir anschaue, wird für mich deutlich, dass du dem Menschen ein Aufwachen wünschst, losgelöst aus dem ihm vorgegebenen Denkmustern einer hiraischen und auf kapitalistischen Werten basierten Gesellschaft.

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(arbeit: „vaterglaube heimatsinn, sei des kindes lernbeginn“ (gips, accessoires, 1999) )

chris:
ja, so würd ich das auch sagen;

ich will eine welt ohne ausbeutung und unterdrückung, ohne hierarchien und zwang. dazu ist es m.E. in einem ersten schritt nötig, kinder und jugendliche von zwang und druck zu befreien. Nur so werden sie auch der welt freiheit bringen können.

Bis ich selbst vater wurde, beschäftigte ich mich nicht wirklich mit pädagogik.

Und als Karin und ich dann mit unserem sohn Samuel eltern wurden, dachte ich bis das thema schule für uns wichtig werden sollte, vergeht noch eine ewigkeit. dennoch war uns klar, war mir klar was wir keinesfalls wollten. zum einkaufen in unserem dorf führte uns der eeg an der volksschule vorbei. immer wenn wir da bepackt mit rucksäcken und Samuel im tragetuch vorbeikamen, entsetzte mich der spruch der da in treudeutscher fraktur über der eingangstüre prangte: „Vaterglaube, Heimatsinn; sei des Kindes Lernbeginn“. U
und auch wenn wir uns damals noch nicht sehr mit alternativ- und reformpädagogik befassten, war uns klar, dass Samuel nie durch diese tür gehen würde! vielmehr bewog mich die auseinandersetzung mit diesem thema 1999 vorerst zu dem Werk „Vaterglaube , Heimatsinn, sein des Kindes Lernbeginn“.

natürlich verging die zeit wie üblich sehr viel schneller als ich mir das vorstellte, und plötzlich stand die entscheidung über eine schule für Samuel an. vom für mich auch durchaus interessanten ansatz des homeschoolings verabschiedeten wir uns damals, weil wir der ansicht waren, dass schule und lernen auch soziale kontakte und soziale fähigkeiten außerhalb der familie beinhalten sollte. ich finde das auch heute noch einen wichtigen aspekt.

– deshalb besuch(t)en alle unsere drei kids die lernwerkstatt zauberwinkl, die freie schule des vereins für selbstbestimmtes leben und lernen. meine frau und ich betreuen auch in der lerwerkstatt; meine frau karin ist zudem gründungsmitglied und obfrau des vereins.

http://www.zauberwinkl.at/

derzeit besuchen die lernwerkstatt etwa fünfzehn kinder und jugendliche von sechs bis fünfzehn jahren, wo sie im altersgemischten klassenverband die möglichkeit haben in ihrer individuellen geschwindigkeit ihre individuellen interessen zu vertiefen. Und das alles in einer respektvollen und vorbereiteten umgebung. auch unsere drei kinder besuch(t)en die lernwerkstatt und alle schulabgänger_Innen bisher machten klar ihren weg. ohne notendruck und zwang.

samuel besucht seit heuer eine (künstlerische) glasfachschule.

Josef:
Nun werden deine Partnerin und du euren Kindern sicherlich weniger die Vorteile eines I-Pad predigen, sondern durch Vorlebefunktion die Wichtigkeit eines friedlichen Umgangs mit allen Spezien in der Natur nahe bringen.

Gleichzeitig wird euren Kindern ebenso durch die Gesellschaft vermittelt, dass „Polizisten“ unsere Freunde und Helfer sind.

2008 waren eure Kinder noch sehr jung. Da ich selber Vater bin, stelle ich es mir sehr schwer vor, in deinem Fall einen Spagat machen zu können.  
Einerseits wird euren Kindern ihr Held weg genommen durch bewaffnete Einheiten und eure Räume verwüstet. Andererseits sind es ja „die angeblichen Freunde und Helfer“, welche jenes taten.

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( polizeiräumung/festnahme)

Wie hast du es geschaft, trotz sicherlich eigener Wut und Ohnmacht, euren Kindern Hoffnung zu geben?
Und wie sehen eure Kinder, fast sechs Jahre nach der ersten Verhaftung zur Tierschutzcausa heute die Rolle von „Staatsbediensteten“?

chris:
das war für mich kein spagat;

unsere kids wissen, wozu dieser staat in der lage ist, und das ist gut so.

es hätte einer ganzen menge an beobachtungen und erfahrungen bedurft, um meinen kids auch nur anähernd die tragweite unseres m. E. durchaus faschistoiden systemkonstrukts darzulegen.

dem innenministerium samt seinen willigen bütteln gelang dieser beweis vorzüglich anhand der polizeiaktion gegen uns, natürlich auch durch meine gefangenschaft und den langen prozess.

ich denk, unsere kids sehen das alles sehr viel klarer, als die meinsten erwachsenen….

eine gesellschaftliche lüge vom „polizisten als freund und helfer“ würden sie wohl nie glauben…naja; als freund und helfer unseres unmenschlichen turbokapitalismus vielleicht, freund und helfer von ausbeutung und unterdrückung.

… als wacher kopf muss mensch ja leider mit mehreren gesellschaftsimmantenten lügen fertig werden;

allein schon der allgegenwärtige speziesimus in all seinen grausamen facetten, bis hin zu sexismus und rassismus…was ja alles (noch) gesellschaftlich gedeckt ist.

ich denke und hoffe, die hoffnung für meine kids kann in diesem umfeld sein,

um hier mit einem zitat von bernd russel zu sprechen:

„Auch wenn alle einer meinung sind, können alle unrecht haben!“

es ist immer möglich und auch immer wichtig, seine meinung kundzutun und widerstand zu leisten.

– auch wenn wir uns derzeit in einer wenigerheit befinden, und von vielen seiten angefeindet und sogar bekämpft werden.

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der kampf gegen jegliche ungerechtigkeit ist keine frage dessen, wo die gesellschaft gerade steht, sondern schlicht, ob der kampf möglich ist!

widerstand ist nötig und widerstand ist möglich; das möchte ich gern weitergeben!

Josef:
„Sojamilch hielten die für nen Flüssigsprengstoff?“
Ich brech ab.
(Hier eine chronologische Zusammenfassung des Prozesses und dem „Staatshandling“ zur Tierschutzcausa)
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Neustädte r_Tierschützerprozess

chris:
eher dachten sie dabei wohl an buttersäure….

während der hausdurchsuchung damals brachte ein beamter eine halbliterflasche sojamilch aus der kindergartentasche unseres sohnes Noah.

ich erklärte dass das sojamilch sei und dass die beamten doch daran riechen sollten.

als der polizist der die flasche sicherstellte – so nennt die staatsmacht das, wenn sie wahllos gegenstände entwendet – das war laut depositenbeschreibung chefinspektor Achrainer, die flasche öffnen und riechen wollte,
meinte ein weiterer beamter fast hysterisch er solle das keinesfalls tun. Die polizei vermutete in unserem familiären chaos also tatsächlich so etwas wie chemische kampfstoffe. Die flasche blieb zu, bekam die subzahl 30 unter der depositennummer 50 und wurde als unidentifizierte milchartige flüssigkeit in den ermittlungsakt genommen. knapp zwei jahre später am 11. Mai 2010, am 23. tag des prozesses gegen uns 13 tierrechtsaktivist_Innen wird die vom gericht geladene chemikerin bestätigen:“ Ja, die weißliche „säure“ die beim angeklagten Moser sichergestellt wurde, könnte sojamilch gewesen sein.“

Josef lacht….

chris:
josef, du schreibst die ganze causa könnte als staatsterror bezeichnet werden, ja; diese ansicht würd ich so voll und ganz teilen.
es ist schwer über dieses verfahren in einigen sätzen zu sprechen, darum sei hier nochmal auf mein erstes buch „die kunst widerstand zu leisten“ verwiesen.
(kyrene literaturverlag, 2012;
http://lesen.tibs.at/content/erwachsene/chris-moser-die-kunst-widerstand-zu-leisten

und ich ich denk‘ mir, dass – trotz dem schussendlichen freispruch nach 14 monaten, das kalkül der repressionsbehörden recht weit aufgegangen ist; – drei monate gefängnis sind nicht mehr rückgängig zu machen; ebensowenig die 14 monate prozess….

neben der unbeschreiblichen psychischen belastung, die natürlich nach wie vor spürbar ist, reisst natürlich auch allein der verdienstentgang für diese insg. 17 monate (gefängnis und prozess) ein unsagbares loch ins lebensbudget unserer fünfköpfigen familie.

auch die kosten für anwält_Innen müssten bezahlt werden; in meinem fall hab ich nach etwa der ersten prozesshälfte verfahrenshilfe bekommen; heisst, ab da ist mein anwalt vom staat bezahlt worden…. – den rest müsste ich selbst begleichen; natürlich habe ich dieses geld nicht;- und auch wenn ich ja mit prozessende sofort wieder meiner meiner lohnarbeit als restaurator nachging, ist sowas natürlich für wen der/die normal verdient nicht zu bewältigen….; mit unserem einkommen, decken wir grundsätzlich den lebensunterhalt für unsere familie. mehr nicht.

es wäre nur normal, dass, wenn der staat die klage – wie in unserem fall – verliert, der dann auch für alle entstandenen kosten aufkommen würde; das würde m.E. verdienstentgang, wie auch alle weiteren durch die repression entstandenen kosten implizieren; das ist in österland aber leider nicht so.

ähnlich ist das natürlich auch mit unseren schadensersatzforderungen; ich z.b. hab ja mittels psychologischem befund für meine frau, unsere kids und mich, der uns eine posttraumatische belastungsstörung diagnostiziert, eine schadensersatz-und schmerzensgeldforderung an die republik gestellt.

natürlich wurde das abgeschmettert; der nächste schritt wäre eine klage gegen die republik, aber das ist eben wieder mit sehr viel geld verbunden; summen die natürlich so keiner zur verfügung hat…. so scheint sich der verdacht natürlich zu erhärten, dass – wenn die es schon nicht schaffen, uns langfristig mundtot zu machen, sie uns doch zumindest nachhaltig finanziell schaden, um nicht zu sagen ruinieren können….

einen fundierten vergleich zu den zuständen in den USA kann ich so nicht anstellen, aber dass grundsätzlich die tendenz ganz allgemein gegen jegliche NGO aktivität, allem voran natürlich aktivitäten im tierbefreiungs-, und tierrechtsberein geht, ist m.E. deutlich erkennbar.

so steht ja jetzt auch in österreich das filmen in tierfabriken unter strafe und dieser prozess ist ja noch nicht für alle beteiligten zu ende .
(siehe: http://www.martinballuch.com/ovp-agrarlobby-no-fuhrt-neuen-v erwaltungsstraftatbestand-ein-filmen-in-tierfabriken/ )

Josef wirft ein:
Quasi analog der Entwicklung in den USA, Idaho, wo selbiges nun untersagt wurde….

Chris nickt und fährt fort:
zwar wurden wir alle 13 vom vorwurf der bildung eine kriminellen organisation nach § 278a freigesprochen, aber bei 5 ehemaligen angeklagten wurde der berufung des staatsanwalts nachgegeben, und den aktivist_Innen steh jetzt ein neuer prozess ins haus; grundsätzlich aufgrund des vorwurfs der nötigung.

(siehe: http://www.vgt.at/presse/news/2013/news20131015y_2.php ).

vereinfacht gesagt, erhärtet sich der eindruck: wer sich für tierrechte, oder weiter gefasst auch allg. für gerechtigkeit und gegen ausbeutung engagiert, bekämpft den kapitalismus; und wer sowas tut, ist terrorist.

Josef:
Nun Chris, Du sagst:“ wer sich für tierrechte, oder weiter gefasst auch allg. für gerechtigkeit und gegen ausbeutung engagiert, bekämpft den kapitalismus; und wer sowas tut, ist terrorist.“.

Deiner Meinung kann ich mich anschliessen. Und dabei scheint es einerlei zu sein, ob der Einzelne zum „Kriminellen“ oder „Terrorristen“ stigmatisiert wird oder gar gleich ein ganzes Volk. Beispielhaft möchte ich dazu aus meiner Sicht die aktuelle Krimkrise erwähnen, welche ja eigentlich bereits eine Ukrainekrise war. Für mich unbegreiflich, wie unsere deutschen Politiker eine putschierende „Re-GIER-ung“ quasi im Schnellverfahren akzeptieren und gleichzeitig ein Volksreferendum der Krim als illegal bezeichnen. Wenn Merkel und Steinmeier die Führer der rechtsextremen Swoboda empfangen und unterstützen, welche mehrfach erklärten:“Schnappt euch die Gewehre, und dann geht es den Polen, Deutschen und den Judensäuen an den Hals“,

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hat das mangelnde Unrechtsbewußtsein meines Erachtens Dimensionen erreicht, welche an Lebensverachtender Einstellung kaum noch zu toppen sein kann.

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Unter diesem Aspekt kann es mich nicht wundern aber auch nicht zaudern lassen bei unserem Kampf in Deutschland für Menschen- und Tierrechte, dass weder die unsagbaren Zustände in den Mastanlagen sich bislang merklich verbesserten noch sonst grosse Erfolge erzielt werden konnten.

Der Mensch ist, was er ißt….fällt mir dazu ein.

Wer sich fortwährend durch Leid ernährt, mag selber eines Tages nahezu nur noch Leid verursachen.
Meinen Respekt daher vor deinen Kampf für unsere Mitwesen und natürlich auch vor dem deiner Weggefährten.

Wie beurteilst du die derzeitige politische Lage im Krimkonflikt und siehst auch du eine mögliche Gefahr, dass dieser Konflikt weiter eskalieren könnte?
Vor knapp 70 Jahren war es schliesslich das letzte Mal, dass deutsche Politiker „Menschen mit Hitlergruss“ hofierten….

Chris:
kurze antwort: ja ich seh das sehr ählich! und was meine einschätzung des sog. krim-konklikts betrifft; leider ist alle info die ich dazu habe, nahezu aus konventionellen medien heisst: ich hab da sicher nicht die infos um seriös darüber zu reden…. die meisten kriege gibt es zur bereicherung einiger weniger; das wird hier wohl nicht grundsätzlich anders sein…..

Josef:
Ebenso finde ich es seitens der österreichischen Strafverfolgungsbehörden erbärmlich, nun erneut gegen fünf freigesprochene Angeklagte ein Gerichtverfahren eingeleitet zu haben, diesmal mit dem Ziel, Grundrechte wie das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit nicht nur zu konterkarieren, sondern die Ausübenden gleich be-straf-en zu wollen. Auch hier drohen wieder Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren im Fall einer Verurteilung.
Wenn dies nicht Anzeichen von staatlicher Willkür sind, was dann?

Chris:
ja, ich seh das auch als klare willkür, und zudem natürlich auch als beängstigendes signal: nämlich, dass in diesem staatskonstrukt offenbar warenfluss und profit weit wichtiger zu sein scheinen als beispiels weise rechte wie meinungsfreiheit und politisches engagement. – von rechten für nichtmenschliche tiere wie leben, freiheit und unversehrtheit ja ganz zu schweigen.

Josef:
Obwohl bereits 2978 österreichische Bürger exakt die gleiche Aktion angekündigt haben und Selbstanzeige erstatteten, interessiert dies die österreichische Justiz scheinbar kaum.

Chris:
dass sich bei dieser selbstanzeigenaktion jetzt tatsächlich so viele selbst anzeigten, zeigt natürlich, dass es auch in österreich durchaus leute gibt, die sich in diesen zeiten solidarisieren und rückgrat zeigen! dieser starke rückhalt macht natürlich deutlich, dass es die bevölkerung offenbar völlig angebracht und keinesfalls verwerflich findet, oder eben wie das im gesetz steht „gegen die guten sitten“ (lacht) wäre.
vielmehr haben die menschen offenbar verständnis und bewunderung für unsere art der kampagnenführung und dafür, dass wir uns für tierrechte und tierschutz engagieren…. wenn ein solches signal von der politik einfach übergangen wird, lässt das natürlich befürchten, dass die verantwortlichen hier zu undemokratischen handlanger_Innen der tier(aus)nutzungsindustrie geworden sind.

Josef:
Während also hunderte Selbstanzeiger bereits seitens der Staatsanwaltschaften mitgeteilt wurde, ihre Handlung sei nicht strafbar, wird gegen euch dennoch weiterhin ein Exempel der Einschüchterung praktiziert.
So etwas nenne ich Drangsal….

Wie nennt du dies und wie beurteilst du dies aus deiner Sicht von Rechtsverständnis?

Chris:
ja, soweit mir bekannt, wurden zwar einige wenige der selbstanzeiger_Innen zu verhören geladen – wohl in erster linie zur einschüchterung – und alles weiter wurde eingestellt. aus genau diesem grund läuft ja derzeit schon die nächste selbstanzeigen-aktion:
http://www.vgt.at/actionalert/selbstanzeige/aufruf.php
; es gilt jetzt zu verdeutlichen, dass diese neuerliche verfolgung der ehemals angeklagten von der bevölkerung in österreich ganz klar nicht goutiert wird. es geht darum, unser recht auf freie meinungsäusserung unser versammlungsrecht und unsere kampagnenarbeiot zu verteidigen, um uns auch in zukunft für die rechte der nichtmenschlichen tiere eintreten zu können. es scheint – ebenso wie schon im ersten verfahren – dess hier reaktionäre kräfte alles daran setzen, politischen aktivismus ganz allgemein für die zukunft zu verunmöglichen; und das wäre natürlich der anfang vom ende!

Josef:
Chris, du warst dieses Wochenende in Berlin auf einem Workshop der AWL. Magst du ein wenig darüber erzählen?

Chris:
ich war ja irgendwie das erste mal in berlin…. früher mal vor fast 20 jahren, damals mit interrail, durchgefahren, oder kurz übernachtet…. diesmal fast 4 tage; natürlich wars sehr toll! …obwohl ich ja immer probleme hab, länger von meiner familie getrennt zu sein; …. ich möchte gar nicht wissen, wie sich die wenigen telefonate mit meiner frau und unseren kids während der tage auf meine telefonrechung auswirken (lacht).

dennoch: so viele liebe und hochinteressierte leute am ALW (animal liberation workshop), im jugendclub e-lok; ich referierte grundsätzlich über kreative kampagnen, kreative politische aktionen und natürlich über meine erfahrungen als künstler und aktivist im gefängnis und vor gericht.

das interesse war derart gross, die stimmung derart solidarisch, dass ich in den nächsten monaten wohl nochmal nach berlin kommen werden; diesmal um aus meinen beiden büchern zu lesen! ich freue mich sehr darauf! – am montagvormittag hatten wir noch etwas zeit um zumindest einiges weniges in berlin zu sehen. ich hab ja viel gelesen über und aus der DDR zum beispiel…. aber auch sehr viel aus der APO zeit um 68,69,70….,

alles spielt irgendwie in und um berlin. nach diesen gesichtspunkten sah ich mir die stadt an. – gestern abend kam ich nach hause; morgen gehts dann wieder zum restaurieren; ….auch mein kühlschrank füllt sich ja (leider) nicht von selbst.

Josef:
Nun Chris, du setzt durch deine Kunstwerke, deine Aktionen aber insbesondere natürlich auch durch dein ‚Sein‘ Denkanstöße und formst somit die Gesellschaft spürbar.

Wie sieht deine Zukunftsvision aus für das Leben auf diesem Planeten?
Was ist zusammengefasst deine Botschaft, welche du unseren Lesern ans Herz legen magst?

Chris:
genau davon handelt eigentlich mein nunmehr zweites buch „m.E“ (meines erachtens) welches letzten herbst im kyrene literaturverlag erschienen ist; Ich sehe die unbedingte notwendigkeit einer veränderung, einer Revolution wenn wir so wollen. Die probleme und ansätze die ich sehe, versuche ich auch unmittelbar im leben umzusetzen. ich will weder ausbeutung noch unterdrückung unterstützen. vegane ernährung.
sowenig konsum wie möglich und dieser fair.
bahnfahren und autostoppen statt noch mehr erdöl zu verbrauchen.
ausschließlich mit holz, welches ich großteils selbst aufarbeite, heizen.
entscheidungen immer wieder neu abwiegen.

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Der von mir sehr hochgeschätzte Ao. Univ.-Prof. Dr. Max Siller sagte:

„Wenn unser Dasein einen Sinn hat, dann kann er nur drin bestehen, dass wir die Lebensbedingungen für all Lebewesen verbessern“.

ich möchte mich dem anschliessen, und leben, freiheit und unversehrtheit fordern, und zwar für alle!
wir wollen nicht etwas brot, sondern die ganze bäckerei!

nicht größere oder saubere käfige, sondern endlich leere käfige! Um hier den russischen anarchisten geographen und schriftsteller Pjotr Alexejewitsch Kropotkin (1842 bis 1921) zu zitieren:

„Wir wollen keinen Kompromiss mit den Umständen schliessen!“

Niemals! wo immer es möglich ist, versuche ich diesen idealen auch politisch und aktivistisch nachdruck zu verleihen. demos, aktionen, blockaden, störungen. politischer druck und bewusstseinsbildung. wie schon dargelegt kam und kommt m.E. auch und gerade der bildenden kunst eine tragende rolle in der bewusstseinsbildung zu. ich versuche nicht meine künstlerische arbeit von meinen gesellschaftlichen und politischen ansichten zu trennen. vielmehr sehe ich das als Eins und thematisiere auch in der kunst, plastisch und grafisch was mir politisch wichtig ist.

richterin Arleth fragte mich im zuge unseres prozesses im schwurgerichtssaal: „ Haben Sie in Ihrer Kunst Ihre Gedanken und Ihre Gesinnung zum Ausdruck gebracht?(…) Haben Sie damit zum Ausdruck gebracht was Sie innerlich bewegt, was für Sie wichtig ist, was Sie an Änderungen haben möchten?“

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ja, m.E hat kunst politisch, provokant und angriffslustig zu sein. es gibt zu viel ungerechtigkeit auf der welt um inhaltslose und unkritische kunst zu schaffen. grundsätzlich ist alles was ich jemals will und wollte, zusammen mit meiner familie in ruhe leben, und zwar in einer welt, in der das möglich ist! Diese Welt zu schaffen –eine Welt ohne Ausbeutung von Mensch und Tier – dafür kämpfe ich, und zwar auch in Zukunft!

Josef:
Mir hat dies Interview sehr viel Freude gemacht und Zuversicht gestärkt vermittelt, dass wir nicht allein stehen, sondern es immer mehr werden, welchen Menschen-und Tierrechte nicht egal sind. Und dies Weltweit. Ich danke dir herzlichst Chris für deine offene Worte und wünsche dir Kraft und stets das innere Feuer, weiterhin einen Weg für unsere Mitwesen zu gehen.

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Chris:
es hat mich sehr gefreut mit dir im rahmen dieses interviews zu sprechen, zu schreiben. es tut so gut zu spüren, dass es überall leute gibt, die diesen kampf führen! ich dank dir und ich freue mich über unseren austausch! jederzeit und gerne wieder! ganz liebe grüsse dir und allen leser_Innen!!!!!

Liebe Natukrablogleser,
Wir von Natukra hoffen, euch tieferen Einblick in die Arbeit eines Tierechtlers gegeben zu haben.
Chris ist ein sympathischer Mensch, welcher sich konsequent für unsere Mitwesen einsetzt.
Dennoch hat er ohne schuldhaftes Verhalten österreichischem Staatsterror erdulden müssen, wurde inhaftiert und bekommt trotz Freispruch nur einen geringen Teil der Anwaltskosten vom österreichischen Staat ersetzt.

Wenn du ihn unterstützen kannst, tue dies bitte und helfe somit der österreichischen Tierrechtsbewegung, welche noch einiges zum Wohle unserer Mitwesen bewirken wird.
Auch kleine Summen helfen. Es kommt jedem einzelnen Euro dabei eine mehr wie große Wirkung zu.
Dieser Euro zeigt nãmlich deine Solidarität zu Chris und seinem Kampf für eine bessere Welt.
Danke!

Herzlichst

Josef E. Weeke
Handyblogger

Inhaber: Christian Peter Josef Moser
PSK. 74 350 858
BLZ: 60. 000
BIC: OPSKATWW
IBAN: AT376000000074350858

Natürlich hier auch die Möglichkeit, die beiden Bücher Chris bestellen zu können und Teil seiner Geschichte zu werden.

m.E. (meines Erachtens)
http://www.amazon.de/gp/aw/d/3902873361/ref=mp_s_a_1_1?qid=1395763314&sr=8-1π=AA75

sowie „die Kunst, Widerstand zu leisten“:
http://www.amazon.de/gp/aw/d/3900009910/ref=mp_s_a_1_3?qid=1395763314&sr=8-3

Als Eindruck zum Ende des Interviews möchte ich als bekennender Hexer eine Arbeit von Chris in seiner Komplexität zeigen, welche ganz besonders sowohl meine Spritualität wie auch meinen Einsatz im Artenschutz gleichsam verbindet, mich somit also sehr berührt hat.

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Aconitum Beelenaos

Bonusbild zum Frühling….und einen Tag später (oder waren es zwei) war alles wieder eingeschneit. That’s life.

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