Marsili Cronberg

Frieden kann nur gestiftet werden, er kommt nicht von selber. Aufruf zur Teilnahme zur Friedensdemo am 19.07.2014 in Berlin.

Kant brachte es einst auf den Punkt:

Friede kommt nicht von alleine. Er kann nur gestiftet werden.

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Dass ein weltweiter Frieden nicht von alleine kommt, sehen wir nicht nur täglich durch die Trash-Medien sondern erfahren es ganz konkret in unserem realen Umfeld oder auch virtuell.

So werden oftmals Kleinigkeiten aufgebauscht und es kommt zu Lagerdenken, Bashing bis hin zum Mobbing.

Die Palette der uns aufwühlenden Themen sind vielfältig. Zudem flutet ein Meer von Informationen im Sekundentakt unsere Synapsen, sodass unsere Gehirne schon routiniert eine Vorauswahl der Themen treffen, welchen wir wenige Sekunden ein ‚mehr‘ an  Aufmerksamkeit widmen wie anderen.
Wie Informationsjunkis sichten wir die nächste Meldung und verlieren dabei zunehmend mehr die Fähigkeit (vielleicht auch nur Zeit) zu einer differenzierteren Betrachtung.

Jedem engagierten Menschen brennen dabei seine Themen am stärksten in der Seele und so bleibt wenig Zeit, sich mit anderen Meinungen auseinandersetzen zu wollen/können.
Dabei ist allein der Individualität unserer Wesen geschuldet, dass wir unterschiedlicher Meinung sind.

So, wie wir allein etwa ca. 80.000.000 unterschiedliche Menschen in diesem Land sind, so ist es zwangsweise so, dass auch 80.000.000 unterschiedliche Meinungen sich zu jedem x beliebigem  Thema bilden.

Frieden stiften, heißt einander zuhören können und den Dialog suchen. Gemeinsame Stärken für einen Weltweiten Frieden stärken anstatt Trennendes zu polarisieren.

„teile und herrsche“, ein Prinzip, welches ebenso wie das Konstrukt „Brot (Blut) und Spiele“ der Menschheit bereits viel zu lange bislang erfolgreich den Frieden vorenthalten hat.

Um Frieden stiften zu können, gilt es somit, solche Konstrukte in die Bedeutungslosigkeit zu führen und die Meinungsfreiheit unseres Mitmenschen zu achten.

Gibt es Ausnahmen zur Meinungsfreiheit oder eine Legimitation zur Ausgrenzung einzelner bei einem Friedensprozess?

M.E. gibt es nur wenige Ausnahmen. Streng genommen reduziert sogar nur eine.

Frieden kann niemals mit Faschisten (egal welcher coleur)  möglich sein.

Ist man aber bereits ein Spalter, wenn man seine eigene Meinung Kund tut und offensiv für sie wirbt?
Derzeit wird insbesondere ein Brief von sieben Menschen diskutiert und kritisiert, welcher eine Empfehlung aussprach, Jürgen Elsässer nicht als Redner bei den Mahnwachen in Berlin zuzulassen.

Herr Elsässer hat einige Blogbeiträge genutzt, dieses Thema ebenso geschickt am Gären zu halten und seine Meinung dazu zu positionieren.

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Dies ist ebenso sein Recht auf Meinungsfreiheit wie das der „Sieben“, ihre Meinung zu postulieren.

Wo ist also das Problem?
Liegt es wirklich an den nun 8 diskutierenden Mitmenschen oder an der eher teils unmenschlichen Art Einiger, auf „Andersdenkende“ verbal einzuschlagen oder gar FB Bashing zu betreiben, dass eine kraftvolle Friedensbewegung nicht schon deutlich mehr an Fahrt aufnehmen konnte?

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Viele Themen verbunden mit einer immer mehr schrumpfenden  Zeit der Muße bei 80.000.000 unterschiedlichen Menschen in diesem Land können oftmals nur zu Missverständnissen führen.

Vielleicht mag dies am Beispiel Ken Jebsens deutlich werden.
Bei der von Jörg Cölsmann und Team organisierten Mahnwache in Düsseldorf bin ich u.a. auch Herrn Jebsen erstmals begegnet.
Was wurde und wird nicht alles über ihn gesagt?
Jeder weiß, was ich meine.
Viele seiner Artikel habe ich gelesen und war nun gespannt zu erleben, wie ich ihn als Mitmenschen erfahren würde.

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Herrn Jebsens  schnelle Art der Wortführung mag nicht jedermanns Geschmack sein und zudem von einigen auch nicht zur Gänze gleich aufgenommen werden können.
So wirkt dies im Vergleich zum geschriebenen Wort mitunter befremdlich.  Dies tut meine eher leisere Art aber ebenso.
Von einem „Einpeitschen“ zu sprechen, wie es eine Frau ohne ‚von‘ tat, welche das „Wort als ihre ureigenste Waffe“ bezeichnet, empfinde ich persönlich dabei als frech wenn nicht gar unlauter.

Jedenfalls sah ich keine Peitsche bei Herrn Jebsen, sondern vielmehr einen Menschen, der bemüht schien, eine Flut von Informationen im Stakato rüber bringen zu wollen.
Das wirklich bemerkenswerte dabei für mich war, dass ich den Eindruck gewonnen habe, dass Herr Jebsen trotz dieses Tempos tatsächlich in „sich ruht“.
Er war Kritikfähig und selbstbewusst, und nicht einfach „von sich selbst überzeugt“.
Vor allen Dingen nahm er sich aber ebenso die Zeit, zuhören zu können ohne unterbrechen zu wollen.
Die Fähigkeit „zuhören“ zu können, wird zunehmend seltener und dies hat mich sehr angenehm berührt.
Ein „aktives Zuhören“ im Wechsel mit sehr schneller eigenen Wortführung habe ich so ausgeprägt bislang nicht erleben können.

Auch bei Fragen einzelner im privateren Kreis nahm sich Herr Jebsen für jeden soviel Zeit, wie dieser brauchte, um einen Informationsgewinn  generieren zu können.
Die Fragen eines Nachwuchsjournalisten nahm er dabei ebenso ernst wie auch die Fragen eines „pro Kiew Aktivisten“. Er redete dabei keinem nach dessen Mund, sondern positionierte sich klar, eindeutig und m.E. auch ehrlich.

Meine Frage nach der Notwendigkeit den Veganismus zu stärken, um einen wirklich nachhaltigen Frieden generieren zu können, beantwortete er klar mit :

Natürlich. Ich esse meine Freunde nicht!“  

Für mich eine klare Ansage, welche somit zu meiner Position eine weitere Schnittmenge ergibt.

Pedram wieder zu sehen, war mir erneut eine Freude.
Ich mag sowohl seine politischen Überzeugungen wie dass ich ihn  zudem als Menschen sehr schätze.
Für mich als „Ökoterrorist“, sprich Artenschützer, welcher politisch die linken Werte lebt somit nicht wirklich verwunderlich.

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Auf FB versuchte ich, meine Eindrücke der Düsseldorfer Mahnwache in treffende Worte zu schreiben. Es gelang mir nur suboptimal:

Begleittext auf meinem Profil:
So einfach ist es. Wirklich viele Menschen standen gemeinsam für den Frieden ein. Für „JederMensch“ wie auch viele für jedes Wesen. Btw. antwortete mir Ken auf meine Frage im privaten Kreis, ob „dann nicht eine Besinnung zur veganen Lebensweise ebenso für den nachhaltigen Frieden „richtig und wichtig“ sein sollte mit:

>Ich esse meine Freunde nicht.

YES, ein Satz aus meinem Buch. Klasse!

Die von Jörg wirklich wunderbar organisierte Mahnwache in Düsseldorf hatte viele Denkanstöße und eine Menge Stars.

D I E „Stars“ waren jene….(jede(r) einzelne(r) ), welche für einen Weltfrieden Position bezogen.

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Jede Person, die dort einforderte den Weltfrieden, die Freiheit und Gerechtigkeit,… sie/wir , sind alle Perlen der Hoffnung.

Näheres dazu, wie auch meine persönliche Meinung zu Herrn Elsässer (die differenzierter ist), später im Blog.

Und ein weiteres, wenn auch persönlicheres „btw“: Irgendwann, ich lag relaxt auf den Boden und lauschte Ken und Pedram, griff eine Männerhand von oben die meine.

Es war die Hand eines Tierschützers, der mir einst sehr unrecht tat. Es trug mit am Verlust der Knüste bei und dies war ihm bewusst. Er hatte mich beobachtet und alsdann „kalt erwischt“.
Eine spezielle Art der Entschuldigung folgte, wozu Erkenntnis und Größe gehört. Ebenso gehört auch Größe dazu, trotz Verletzung und Mobbing, eine solche Geste annehmen zu können…und nach Erkennen, seine Hand zurück zu drücken.

Kein Palaver, wer wann irgendwann einen Fehler beging. Lediglich zwei Hände von „Feinden“ vereint in einem Handschlag bei einer Friedensdemo. Schade, dass es davon kein Foto gab…

Begleittext zur Seite:
Was für ne tolle Montagsmahnwache heute in Düsseldorf erlebt. Sitze jetzt im Zug zurück, wegen „Noteinsatz am Gleis“ wird der Zug nun über Duisburg umgeleitet. Kann also dauern. Sollte ein Menschenleben da durch gerettet werden können, würde ich auch liebend gern die Nacht in nem Bahnhof verbringen. Was ist schon eine Nacht im Vergleich zu einem möglichen Restart eines Lebens?

Jörg Cölsmann und sein Team haben eine grandiose VA organisiert. Klasse. Pedram und Ken verspäteten sich ein wenig, aus Dortmund kommend. Haben die Zeit super nutzen können, tolle Reden wie ebenso geile Reaggae Muke gehört. Musik mit Tiefgang und markanten Stimmen.

Ebenso mit Ken nen kurzes Gespräch geführt und ihn auf seinen „Geist“ angesprochen. War mehr wie angenehm überrascht, dass auch er vegan lebt. Super. Ken und Pedram sind keine Antwort schuldig geblieben und ich empfand sie als authentisch.

Mit Pedram noch länger sprechen können, was herzlich war und mich wie auch früher freute. Unsere politischen Einstellungen sind weitgehenst konform.

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Später ging es noch raus auf die „grüne Wiese“, dort ein paar Arbeitsgruppen besucht. Leider musste ich dann aber schon los, jetzt nur kurz vorab ne Info zum Tag. Bild habe ich bewußt von Pedram und mir eines gewählt, um meine Solidarität zu ihm auszudrücken. Kann mir vorstellen, dass heute einiges auf FB wegen Personen „los“ war. Nachlesen konnte ich es nicht.

Meine Solidarität gilt ebenso auch Marsili, Lea wie auch Ken. Diese vier nun zu bashen wegen ihrer Einstellung zu Elsässer, empfinde ich als unlauter. Bashen/Mobben ist immer Scheisse. Die eigene Meinung muss erlaubt bleiben.

Aber jetzt erstmal vorab fini, ehe der Akku ganz platt ist.

Frieden ist keine Worthülse, sondern eine Einstellung. In Düsseldorf konnte ich diese Einstellung heute deutlich spüren. Und auch, wenn ich nun völlig pleite bin für diesen Monat. Dies war es mir wert.

Namasté

Neben Düsseldorf besuchte ich bislang Montagsmahnwachen in Bonn und Würzburg und im Gegensatz zur offiziellen Berichterstattung bin ich bislang nirgendwo einer nennenswerten Anzahl von Faschisten begegnet. Die Jugendgruppe der Antifa Bonn lasse ich dabei generös aussen vor. 

Allerdings begegnete ich unzähligen Meinungen. Viele kann ich mit tragen, andere wiederum passen nicht zu meinen Wertvorstellungen.
Persönlich halte ich Herrn Elsässer beispielsweise -nach Sichtung seiner im Inet zugänglichen Schriften – weder für einen Rassisten noch einen Homophoben Menschen.
Er provoziert allerdings, das tue ich aber ebenso.
‚provocedre‘ bedeutet zum ’nachdenken anregen‘.

Dass Herr Elsässer dabei vielen Bürgerlichen aus dem Herzen spricht, wenn er vor einer Gefahr der Genderiersierung spricht, ist klar und wohl auch von ihm gewollt.

Mit solchen „Strategien“ bedienen übrigens selbst etliche Politiker der CDU/CSU ihre Wähler…..

Ich habe keine Angst vor Elsässer’s Meinung. Soll er doch auch Redezeit bekommen. Wenn er etwas sagt, was mir nicht gefällt, drehe ich mich einfach um und zeige meine Opposition durch meinen Rücken.

Dies mache ich übrigens ebenso bei jedem anderen Redner, welcher meinen Werten des Humanismus widerredet.

M.E. sind wir Demonstranten durchweg in der Lage, sich eine eigene Überzeugung bilden zu können.
Wenn uns ein Redner nicht überzeugt, drehen wir uns doch einfach um, aber grenzen wir niemanden aus. (ausgenommen Faschisten, denn mit diesen kann ein Weltweiter Frieden nie gestiftet werden). 

Das Kernthema der Montagsmahnwachen lautete, einen weltweiten Frieden zu fordern wie auch eine objektivere Presse zu verlangen und das unmenschliche Finanzsystem in die Schranken zu weisen.

Ja, ich schreibe bewusst „wir verlangen„. Denn ist es nicht unser Recht als Souverän nicht lediglich unsere Stimmen alle paar Jahre zu Grabe zu tragen, sondern unserem Personal -den Parlamentariern- wieder ihre Arbeitsaufträge klar zu machen?

Wir, der Souverän haben dabei die Pflicht, den Politikern ihre Stellenbeschreibung zu verfassen.

Dies sollte uns erneut klar werden.
Mit deiner Teilnahme an den Montagsdemos, insbesondere zur ersten gemeinsamen am 19.07. in Berlin kannst auch du zeigen, dass du dich nicht mehr abstumpfen lässt durch die Maxime: ‚Was kann ich als einzelner schon ändern‘

Viele wenige ergeben ein viel.

Jeder einzelne von uns kann zu diesem ‚viel‘ beitragen und ihm somit ein Gesicht verleihen.
Und in wenigen Wochen können wir schon hunderttausende werden, welche friedlich und zusammen für
Frieden, Freiheit & Gerechtigkeit“ einstehen.

Homo neben Hete,
Weisser neben Schwarzer,
Christ neben Moslem oder Juden,
Amerikaner neben Russen,
Westukrainer neben Ostukrainer,

oder auch Palistinenser neben Israeli.
Eben alles M E N S C H E N.

Ich bin überzeugt davon, dass alle Eltern ihre Kinder gleich lieben und niemand Krieg möchte.

Und obwohl ich nie eine WM bislang versäumte und ich zudem seit 1978 Fan der brasilianischen Nationalmannschaft bin, habe ich mir aus Solidarität zu der brasilianischen Bevölkerung diese WM kein Spiel angeschaut.

Natürlich freue ich mich, dass Deutschland gestern 7:1 gewonnen hat und halb Deutschland im Freudentaumel ist.

Noch mehr blutet aber mein Herz, zeitgleich zum Spiel die Meldungen zu sehen, dass Israel Luftalarm ausrief und Hamas wie Israel Raketen senden statt Dialog suchen.
Es blutet mein Herz, Menschen irgendwo in der Welt leiden zu sehen noch sehe ich einen Sinn dadrin, unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen zu sollen.

Freiheit ist eine Lebenseinstellung, welche uns niemand schenken wird. Wir können sie uns nur selber nehmen.
   
Pierre-Joseph Proudhon (1809 – 1865) schrieb einst dazu:

‚Die Regierung des Menschen über den Menschen ist die Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde.“

Niemand wird aus der Sklaverei entlassen, dennoch können wir mehrheitlich diese verlassen und neue und gerechtere Lebensysteme erschaffen.
Und dies für jedermann.

‚Meine Nationalität ist Mensch‘ (Rio Reiser).
Ja, Rio. Meine auch. Mögen wir deine ‚königliche‘ Botschaft weiter tragen und leben.

Herzlichst
Josef E. Weeke
(Handyblogger, Tippfehler somit garantiert. 😉

Denkanstoss:

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Lasst uns also nicht hassen. Lasst uns denken, mitfühlen und handeln…

Weitere Quellen zur VA/Teilnehmern der Düsseldorfer Montagsmahnwache werden nach gereicht, sobald meine Flatrate wieder diese Nacht aktiviert wird. Aber hier schon mal ein paar weitere Fotos….

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Hier die Rede von Peter Jürien, welche ordentlich die Gedanken kreisen lässt.

Peter Jürien, Rede Düsseldorfer Mahnwache vom 07.07.2014

Und auch musikalisch verwöhnte uns Peter Jüriens vom Feinsten.

Peter Jüriens, jamaikanische Klänge zu nem Friedenssong

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