Merkel

Je-su (s) is Charlie

Je su-is Charly….

…und mir wird langsam noch mehr schlecht, wenn ich all die Heuchler sehe, welche ein abscheuliches Verbrechen instrumentalisieren wollen, um ihr(e) Gedanken“gut/wut“ unter die Menschen zu bringen.

In einer Zeit, in der vegane „Tierschutzhofbetreiberinnen“ an Salmonellen erkranken und selbst auf Sodomiten und ihre WegbereiterInen zugehen, um auch den letzten Spendeneuro raus zu quetschen,
…oder Patrick B., Marsili C. wie auch Lea F. oder Diether D. gebasht werden wegen ihrer Überzeugung, dass nur eine friedliche Welt ohne Speziismus Wirklichkeit werden kann,…

sehe ich aus meiner kühlen Kaminate heraus verstärkt nur weitere Hohlköpfe empor schiessen, welche glauben, durch Vorurteile oder Kadavergehorsam den Medien gegenüber zeigend, das jahrtausende alte Spiel des „teile und herrsche“ weiter treiben zu müssen.

Wenn ich sehe, dass etliche Staatschefs laut Medien am Trauermarsch „je suis Charlie“ in Frankreich angeblich teilnahmen

(tatsächlich marchierten sie nicht vornweg, sondern auf einer streng abgeschirmten Seitenstrasse sagenhafte 15 Minuten mit, bis die „bewegenden“ Fotos für Lemminghausen im Kasten waren),

und ein Kriegstreibender Schokoprãsident sich bemüht, angemerkelt auszuschauen, glaube ich,…dass Jesus, Mohamed oder auch Jawe schlicht nur das Kotzen bekämen, müssten sie dies auf Erden noch erleben.

12 Menschen starben auf unnatürliche Art durch verbrecheriche Hand.
In Folge davon gab es eine Geiselnahme in einem jüdischen Geschäft sowie weitere Anschläge auf muslimische Glaubenseinrichtungen.

Diesen Opfern gebührt unsere Anteilnahme….genauso! wie allen anderen Opfern, welche durch unnatürliche Art durch Verbrecher vergewaltigt, gefoltert oder ermordet werden.

Dies ist keine Frage, welche Religions“stifter“ aufwarfen, sondern schlicht eine Anmassung, welche sich kranke Hirne im Machtstreben im Namen von Religion, Politik oder Kapital ausdenken.

Obwohl ich alten Glaubens bin und Sekten skeptisch gegenüber stehe, finde ich Jesus, Mohammed und in Teilen auch Jawe tofte.

Meine Religion sieht kein Missionieren vor.

Mein Wunsch sind säkulare Staaten, in denen Menschen
o h n e Geissel von Glaubenslehren sich wieder auf sich selbst und das Leben fokussieren dürfen, ohne ebenso von Politbankstern zwangsmanipuliert zu werden.

Meine Vision ist, dass wir Menschen (wenn wir denn wirklich die „Krönung der Schöpfung sind“), moralisch erkennen, dass es falsch ist, jede 1 1/2 Jahre soviele Mitwesen zu töten, wie die 30 grössten Kriege der Menschheit an Menschenleben kosteten.

Mein Mitleid gilt jenen, die Lemingen gleich, manch Populisten nun hinterher hecheln, welche stärkere Kontrollen der Bevölkerung fordern,
gar die Todesstrafe wieder fördern (Michel Sardou „je suis pour“ in der Neuauflage einer Schabracke Pen) oder für oder gegen Pegida auf die Strassen ziehen.

Warum lassen wir uns durch Populisten a la Elsässer, Ditfurth, Border o.a. deren Meinungen überstülpen und instrumentalisieren?

Warum lassen wir uns durch Verbrecher wie Bush oder m.E. „Demagogen“ wie Obama, Merkel, u.a. in einen neuen und womöglich letzten Krieg treiben, statt nicht weiter jenen zuzuhören und wieder Zeit mit unseren Lieben zu verbringen und auf der heimatlichen Scholle?

Warum schauen wir zu, dass Flüchtlinge hilflos auf den Meeren treiben, Asysuchende in alte KZ’s (Schwerte) untergebracht werden sollen oder wir weiter mit Krank-food angefüttert werden?

Warum lassen wir zu, dass Medien einzelne Verbrechen „gross“ rausbringen, damit der ausländische Verbrecher fokussiert wird und der gute Bürger sich wohl fühlen darf, während alleine 100.000 Menschen in diesem Land Tierpornos konsumieren und ca. 30.000 aktiv Tiere sexuell missbrauchen?

Warum schauen wir weg, wenn zig Tausende »Schutzbefohlene Menschen« missbrauchen und vorverurteilen einen Fall Edathy den Medien gleich, weil dieser ja so „schön“ in unser Schubladenraster passt und wir somit unserer Entrüstung dann Bûrgerbrav Genüge getan haben, während Erzbischöfe hunderttausende Kinderpornos sammeln oder Filme von Vergewaltigungen in Auftrag geben?

Warum schweigen wir bei all den Tierversuchen und erahnen nicht einmal, welche Büchse der Pabdorra geöffnet wurde, Chimerren zu erschaffen. (Mäuse mit 40 % menschlichem Gehirn)

Sind wir wirklich so abgestumpft oder nur ohnmächtig, weil ängstlich?

Kann mann doch nur das Kot… bei bekommen, oder?
Lieber sitze ich in einem feuchten und kalten Stall und habe dennoch Lebenszeit, wie dass ich zu einem Bioroboter mit blindem Aktionismus degeneriere oder lethargisch versauer!

Zwar kann ich nicht die Welt verändern noch auf jeden shitstorm eingehen,

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dafür aber die Welt meiner beiden Wolfsähnlichen und meine zum Schönen verändern wie Mother Earth wieder zur Regenierung verhelfen, statt auf einem Hofknast in Depressionen zu ersticken!

Warum zõgerst du und lässt dich „vorleben“ oder erstickst gar an Neid oder Eiffersucht?

J E D E S widernatürlich getötete Wesen verdient unsere Anteilnahme und j E D E R Mensch hat Recht auf seine Anschauungen.

Ein Gesetz meines Glaubens sagt:“Du darfst tun, was du willst, solange du niemand anderen schadest“.
M.E. meinte Jesus oder Mohamed ähnliches und Abermillionen Christen, Juden und Muslime leben genau dieses.

Mögen wir womöglich unterschiedlichsten Trieben entsprungen sein, so stammen wir dennoch alle vom gleichen Stamm.

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„Unsere Nationalität sollte Mensch sein, nicht Arschloch“ *Josef E. Weeke

M.E. sind Irre wie der KKK, Nethanjanu, oder der IS nicht massgeblich, sondern kranke Auswüchse fanatischer Überzeugungen.
Mögen ihre Götter ihnen einst gnãdig sein.

Je-su is(t) Charlie?
Je suis Charlie?

Ihr könnt mich alle mal!
Je ne suis pas Charlie, parcque…

meine Nationalität ist Mensch. (Rio Reiser), und die Karikaturen von Charlie kannte ich vorher nicht und finde sie auch jetzt im Nachgang wenig hilfreich oder Völkerverständigend.

So einfach ist das. Punkt.

Herzlichst
Josef von Natukra

Spürbarer Wandel der medialen Meinungsmache oder nur Beschwichtigung der Kritiker?

Seit nun etwa vier Monaten war das Nachrichtenbild nahezu aller bekannteren Medien scheinbar identisch und vermittelte dem Konsumenten ein homogenes Meinungsbild.

Putin ist böse. Putin ist schlecht. Russland verhalte sich antidemokratisch und in Kiew sässe eine demokratisch gewählte Regierung mit einem legitimen Präsidenten.

Unisono verkündeten die Gazetten des Westens, dass die Krim annektiert wurde und Putin eine agressive imperiale Politik betrieben hätte.

Auch die Gazetten des Ostens wurden nicht müde, mantragleich zu berichten, der Westen unterstütze einen Imperalismus seitens der US Amerikaner.

Das Gross der kleineren und unabhängigen Blogger zeigte kein homogenes Meinungsbild, unterstützten aber mehrheitlich eine pro russische Einstellung.

In meinen nun über vier Jahrzent andauerndem Leben kann ich mich an keinen Zeitpunkt erinnern,  zu welchem Zeitungskommentatoren mehrheitlich so massiv gegen die Medienmeinung kritisch anschrieben.
Manche Artikel des Spiegels haben mittlerweile selbst bei den veröffentlichten Leserkommentaren einen bis zu 95 % kritischen und ablehnenden Duktus.

Abonements werden aufgekündigt und sich zudem offen über Boulevard (z.B. BLÖD) wie auch Nachrichtenmagazinen (Schmiergel) lustig gemacht.

Mit der Aufarbeitung des Flugzeugunglückes MH17 scheint nun aber womöglich ein ‚Undenken‘ einzusetzen.

So schrieb der Stern:

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„Die Vorwürfe gegen Putin klingen stark nach Kriegs-Propaganda.
Im Ukraine-Konflikt hat sich der Westen auf Wladimir Putin eingeschossen. Neo-imperialistische Politik wirft man Russlands Präsidenten vor. Dabei ist Putins Politik geradezu moderat.“
Die Vorwürfe gegen Putin klingen stark nach Kriegspropaganda.

Im Gastbeitrag von Julian Nida-Rümelin heißt es weiterhin u.a. auch, dass der Westen einer durch Nato und CIA beeinflußten einseitigen Berichterstattung zu schnell und unreflektiert gefolgt sei und weist auf Ähnlichkeiten zu Powel’s bei der UN vorgetragenen Lügen hin, welche seinerzeit einen Irakkrieg erst mehrheitsfähig machten.

So oder so scheint -nicht erst nach Bekanntwerdung unserer flächendeckenden Bespitzelung durch die NSA- das Image unseres langjährigen Verbündeten USA nachhaltig beeinträchtigt wie auch das Ansehen des US Präsidenten in unserem Land stark beschädigt.

So scheint die „Indiskretion“ eines US Regierungsbeamten just zum richtigen Zeitpunkt Schlagzeilen auszulösen, zu welchem die Weltbevölkerung noch durch einen zweiten kriegerischen Konflikt aufgewühlt ist.

Hierbei ist der Konflikt seitens der Terrororganisation Hamas und dem Staat Israel gemeint.
Dass hierbei die Hamas seit Jahren den Staat Israel mit Raketen beschießt und Israel selbstverständlich ein Recht auf Selbstverteidigung hat, ist dabei für die Meisten weder neu noch strittig.
Nur, wo fängt Selbstverteidigung an und wo hört sie auf?
Auch wenn die Grenzen beispielsweise auch in unserem StGB als fliessend  empfunden werden mögen, ist es dennoch den meisten klar, dass eine Selbstverteidigung ‚angemessen‘ sein muss, da es sich sonst nicht mehr um eine Selbstverteidigungsmaßnahme handelt.

Wer als 120 kg schwerer Profiboxer einen schmächtigen 10 jährigen Apfeldieb totprügelt, wird man einen Richter hier zu Lande nur schwerlich mit dem Argument ‚Selbstverteidigung‘ überzeugen können.

Die Raketen der Hamas mögen hierbei ähnlich Nadelstichen einer wenig schmerzhaften Akkupunkturnadel der Bevölkerung Israels psychologischen Schaden zugefügt haben. Es töten jedoch derzeit die Soldaten Israels, welche auch mit deutschen Waffen eine Bodenoffensive im Gazastreifen starteten, bei der bislang bereits über 1700 Palästinenser -in der Hauptsache Zivilisten bei einem sehr hohen Kinderanteil- getötet wurden.
Schulen, Krankenhäuser oder Kindergärten zu bombadieren kann m.E. auch im Hinblick auf Waffenverstecke der Hamas nicht überzeugen noch darf dies akzeptables Rechtsdurchsetzungsmittel von Staaten werden.

Ist dies nicht ebenso verwerflich wie der Einsatz von amerikanischen Killerdrohnen, welche ebenso bereits tausende Zivilisten irrtümlich töteten?

Kollateralschäden nennt man dieses wohl.
Zu Recht ist die Weltbevölkerung immer weniger bereit, solche Schäden zu akzeptieren.
Auch rücken die Frontgrenzen langsam näher an Europa und sensibilisieren die durch innenpolitische Probleme bereits  verunsicherte Bevölkerung zudem.

Die Montagsmahnwachen sind hierbei ein wichtiger Impuls die Misstände zu thematisieren.

Auch Obama scheint nun also zu erkennen, dass die Staaten noch nicht weit genug sein mögen, sich komplett gegen deren Souveräne durchsetzen zu können.

So berichtet die Zeit in ihrem am 30.07.2014 online erschienenen Artikel über ‚ein hart geführtes Telefonat zwischen Obama und Netanjahu‘.

Hartes Telefonat zwischen Obama und Nethanjahu 

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Bezeichnend mag hierbei vielleicht folgender von Obama angeblich geäußerter Satz sein:

Obama: „Ich wiederhole: Ich erwarte von Israel, alle Militäroperationen einseitig zu beenden. Die Bilder von der Zerstörung Gazas lassen die Welt von Israels Position abrücken.“

Ich persönlich bin mir noch unsicher, ob der Friedensnobelpreisträger nun besorgt ist wegen der vielen Toten oder eher doch wegen des sinkenden Rufes Israel’s.

Wenn also womöglich noch kein Umdenken im deutschen Gazettenwald stattfindet, so ändert sich nun doch zunehmend mehr die Tonlage.
Ausgenommen beim Spiegel, welcher weiterhin recht einseitig die bisherigen Klischees des bösen Putin bedient.
So geht der Spiegel in seinem Leitartikel vom 29.07.2014

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weiterhin einen eskalierenden Weg und fordert, dass Putin (persönlich?) zur Rechenschaft gezogen werden müsse,  da mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit russische Waffen zum Abschuss der MH17 genutzt worden seien.

Spiegel: Wer ist hier der Kriegstreiber?

Es gab mal Zeiten, da betrieb der Spiegel m.E. noch seriösen Journalismus und wusste, dass Wahrscheinlichkeiten niemals sicher sein können.
Auch scheinen dies zunehmend mehr Stammleser dort so zu sehen. Anders lassen sich auch beim Spiegel die massiv sinkenden Abozahlen kaum erklären.
Nicht nur personell scheint sich also beim Spiegel das Niveau langsam vom Nachrichtenmagazin Richtung Boulevard zu bewegen.

Und selbst bei wohlmeinender Betrachtung fällt mir kein Spiegelleitartikel aus diesem Jahr ein, der da gelautet hätte:

Stoppt endlich Merkel.

Schliesslich werden insbesondere auch deutsche Waffen nun im Gazastreifen wie auch sonst in der Welt zum Töten eingesetzt. 

Natukra bedauert jedes Lebewesen, dessen Tod durch politische Entscheidungen verursacht wurde.
Mögen die Götter deren Seelen gnädig sein.

Herzlichst
Josef E. Weeke

Von der Judenhure Marie Sanders. Offener Brief an Philip Meinhold. Solidaritätsbekundung zu MdB Dehm u.a.

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ *Bertolt Brecht
(Diffamierung und Ausgrenzung empfinde ich als Unrecht.)

Offener Brief an Philip Meinhold

Solidaritätsbekundung zu MdB Diether Dehm.

Sehr geehrter Herr Meinhold,

wobei ich einräumen muss, dass ich mich derzeit bei der Verwendung „sehr geehrter“ bei Ihnen sehr schwer tue.

Ihr Artikel „Rote Socke mit Schuss“, welcher in der taz am 16.07.2014 erschien, beschäftigt mich nun schon seit Stunden.

Rote Socke mit Schuss

Ob dies nun daran liegen mag, dass ich einer jener „politisch unterbelichteten“ bin wie Sie schreiben oder einfach nur daran, dass sich nun auch die taz durch Veröffentlichung dieses Artikels zum Steigbügelhalter eines menschenverachtenden Turbokapitalismus macht, kann ich ehrlicherweise für mich noch nicht entscheiden.

Dennoch frage ich Sie, Herr Meinhold, ob Sie nun endgültig den ehrbaren Pfad des Journalismus verlassen wollen, um sich möglicherweise als Medienhure amerikanisch -europäischer Wirtschafts- und Politikinteressen zu verdingen?

Den Beruf der Hure empfinde ich dabei sehr wohl als ehrbar, ehe Sie mich womöglich falsch verstehen.

In dem vermutlich ältesten Gewerbe der menschlichen Entwicklung hat die Hure stets dem zahlenden Kunden „Lust und Freude“ verschaffen sollen und was wäre dagegen einzuwenden?

(Natürlich meine ich nicht die menschenunwürdige Problematik der Zwangsprostitution heutiger Zeit.)
Dabei machte die Hure keinen Unterschied zwischen ihren Auftraggebern, solange diese zahlten.

Ich frage Sie, Herr Meinhold, wer zahlt Ihnen eigentlich Ihren Lohn?

In Ihrem Pamphlet „Rote Socke mit Schuss“ erwähnen Sie, dass Herr Bundestagsabgeordneter Diether Dehm bei seinem Auftritt bei der Montagsmahnwache in Berlin das Lied „Ballade von der Judenhure Marie Sanders“ sang, wenn es wie stets gelte, sich gegen „Antisemitismusvorwürfe“ zu schützen. Dass die Zeilen Bertolt Brechts sicherlich alles andere wie antisemitische Äusserungen sind, wissen Sie sehr genau.

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Somit versuchen Sie m.E. sehr geschickt dem lesenden Publikum zu suggerieren, Herr MdB Dehm könne ja doch möglicherweise ein Antisemit sein.

Herr Meinhold, ich frage Sie:
„Wissen Sie eigentlich, was Scham ist?“.

Wenn nicht, stellen Sie sich doch einfach mal ’ne Viertelstunde in „die Ecke“ und denken Sie darüber nach.

Dieses „in die Ecke stellen“ wendeten meine Pflegeeltern selten auch bei mir an. Und wenn ich so in der Ecke eines Raumes stehen musste, meist die Küche, schämte ich mich tatsächlich. Selten schämte ich mich über den Grund, weswegen ich in die Ecke gestellt wurde.
Diese Gründe waren bei objektiver Betrachtung meist haltlos. Durch das in die „Ecke“ stellen wurde ich aber kurzzeitig aus dem Familienverbund ausgegrenzt.

Meine Scham entsprang dabei meiner Empörung über angewendete elterliche Macht über mich und der Angst, ob meine Geschwister mich nun ächten würden.

Diese Angst habe ich lange abgelegt, meine Empörung aber darüber – jemanden in die Ecke stellen zu wollen – ist geblieben. Auch ist mir klar, dass diese besonders perfide Art, die Meinung eines Nicht – Systemtreuen unterdrücken zu wollen, immer der Ohnmacht eigener Handlungsfähigkeit und Angst entspringt.

Wovor, Herr Meinhold, haben Sie Angst?

Ihre Ängste müssen schon fürwahr beängstigend sein, wenn Sie die Band Bots als „Terrorgruppe“ bezeichnen oder Klaus Lages -Tausendmal berührt – als „geschriebene Spießerphantasie altgewordener Pennäler“ klassifizieren.

Ihrem Artikel nach sind tausende Menschen wie ich „Politaktivisten mit amtlichem Sockenschuss“.
Woher nehmen Sie eigentlich diese Erkenntnis, dies als „amtlich“ bezeichnen zu können?

Bedeutet „amtlich“ heute jenes, welches Meinungsmacher wie Frau Ditfurth, Frau Merkel oder auch Medien wie „Schmirgel TV“,“ Clowns 3sat“ oder die taz nun durch Sie vorgeben?

Meiner Meinung nach sicherlich nicht.

Dabei ist es m.E. nicht ausreichend, den Anspruch auf Satire zu diesem Artikel beanspruchen zu können aus der Ableitung heraus, diesen auf der „Wahrheitsseite“ der taz veröffentlicht zu haben. Da keinerlei Hinweis auf Satire dort zu finden ist, geht der taz unkundige Leser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hierbei von einem „normalen“ Artikel aus. Ich bezeichne so etwas als Handlungsmanipulation. Betrachten Sie daher meinen offenen Brief als „satirische“ Antwort auf Ihren „satirischen“ Artikel.

Ich freue mich aber zu sehen, dass immer mehr Menschen anfangen, ihre Ängste zu verlieren und sich nicht weiter brainwashed „in die Ecke“ stellen  lassen.

Sie, Herr von mir nicht weiterhin geehrter Meinhold, grenzen Menschen im Einzelnen wie auch Menschengruppen durch Ihren Artikel aus und versuchen diese zu diskreditieren und zudem lächerlich zu machen.

Wenn Sie schreiben, dass Herr Bundestagsabgeordneter Dieter Dehm „eine intellektuelle Flachzange“ sei, beleidigen Sie und grenzen Sie aus.

Wenn Einzelne Ihrer Standesgenossen schrieben, Sevim Dağdelen habe eine grüne MdB als Faschistin bezeichnet, lügen diese und grenzen aus.

Wenn Sie Lieder wie „Das weiche Wasser bricht den Stein“ und „Was wollen wir trinken (7 Tage)“ als Geschmacksentgleisungen klassifizieren, grenzen Sie alle Hörer dieser Lieder als Geschmacksentgleiste aus.

Auch wenn Sie uns Teilnehmer an den wöchentlichen Mahnwachen als „Verschwörungstheoretiker, Obskuranten, Reichsdeutsche und Esoterikspinner“ bezeichnen, grenzen Sie aus.

Merken Sie noch, Herr Meinhold, wie groß die „Ecken“ bereits sein müssten, in denen alle von Ihnen ausgegrenzten Mitmenschen noch Platz fänden?

Vielleicht entsprechen Ihre geistigen, moralischen und auch journalistischen Fähigkeiten aber auch lediglich der Körbchengröße Ihres Gen-Init(i)al’s ?
Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass auch interessierte Leser nicht eine Tageszeitung kaufen oder nicht kaufen sollten, weil ein einzelner Schreiberling eines Blattes womöglich unter Ängsten leiden mag.

So werde ich auch weiterhin gelegentlich in die taz schauen, auch wenn sie die intellektuelle Klasse vergangener Jahre längst verloren hat.

Ihnen, Herr Meinhold, danke ich sehr für Ihren Artikel. Auch dieser zeigt in klarer und deutlicher Weise auf, wie sehr systemtreue Schreiberlinge oder der „Satire Unkundige“ in Wirklichkeit ihre Leser verachten. Ich glaube, Ihr Artikel wird dazu beitragen, dass noch mehr Menschen aus den ihnen zugewiesenen „Ecken“ wieder hervortreten werden und angstfrei am Leben teilhaben.

Ich wünsche Ihnen, Herr Meinhold, dass auch Sie es schaffen mögen, aus Ihrem geistigen (K)Erker austreten zu können und meinethalben bekommen Sie nun auch meine zwei Cent für Ihren Artikel. Gemessen am Inhalt empfinde ich dies in Relation als eine fürstliche Apanage.

Herzlichst

Josef E. Weeke

Nachsatz:
Mit Ihrer Vermutung, dass „Krieg irgendwie immer scheiße ist“, liegen Sie dagegen ausnahmsweise einmal richtig. Leider haben Sie dies wohl in der Klarheit nicht erkannt.